kräuterisierte falsche Gnocchi

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Wann, wenn nicht jetzt im Sommer müssen – sollen – wollen – können wir kräutermässig aus dem Vollen schöpfen: alles Grün sprießt und gedeiht und ruft einen förmlich zu: nimm mich… nein mich… nein doch mich… ich nehme sie alle… oder fast alle… je nachdem was ich gerade mache und es kommt natürlich darauf an, in wieweit sie auch zusammen passen.

In mein heutiges Nachtmahl sind folgende Kräuter gelandet: Basilikum, Schnittlauchblüten und -stängelchen,  Salbeiblätter und Brennnesselfrüchte.

Die Gnocchi piemontesi werden ja aus Kartoffelteig gemacht, die gnocchi romani aus Weizengries und bei dieser „falschen“ Variante hab ich heute weißes Polentamehl verwendet.  Ich habe Magerquark 250 g mit 2 Eiern Salz und 4 EL Brennnesselfrüchten mit einer Gabel verrührt, dann habe ich das Polentamehl über haps (ohne zu Wiegen) unter gemengt. Ich schätze es waren zwischen 100 und 125 g… Es können auch etwas mehr gewesen sein.  Der Teig darf nicht zu fest sein, also wenn er klebrig ist, keine Sorge… ist er zu fest, dann werden die Gnocchi etwas zu bissfest😉 .

Den Teig ruhen lassen. Inzwischen Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. In einem anderen kleineren Töpfchen Butter zerlassen (ein paar Esslöffel) und Salbei darin knusprig bei nicht zu hoher Hitze frittieren. Nach ein paar Minuten ein paar eingelegte Tomätchen dazu geben. Beiseite stellen.

Auf die Arbeitsfläche etwas Polentamehl geben. Den Teig darauf platzieren und kurz mit den Händen verkneten. Aus dem  Teig Rollen drehen und mit Hilfe eines Messers einfach 1 cm dicke Portiönchen abschneiden. Diese mit den Händen kurz rund drehen und ins kochende Wasser  geben. Dabei mit der Gabel die Gnocchi vom Boden stossen, damit sie nicht dran picken bleiben. Sieden lassen bis die Gnocchi nach oben schwimmen.

Sobald das geschieht die Gnocchi mit Hilfe einer Schaumkelle herausnehmen und auf Teller verteilen. Mit Parmesan, frisch gemahlenen schwarzen  Pfeffer, Schnittlauchblüten bestreuen, mit den knusprigen Salbeiblättern,  Tomaten, Schnittlauchstängeln, in Streifen geschnittenem Basilikum anrichten und mit der aromatisierten Nussbutter  beträufeln.

Das nenn ich mal schnelle – richtig gute Küche!

Kalte Küche: Rindsgselchtes zitronisiert

 

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Dieser Sommer ist sehr wechselwettrig: heiß – kühl – heiß – kühl… da heißt es auch flexibel sein in der Küche. An den heißen Tagen habe ich mich vorwiegend mit kalter internationaler Küche verwöhnt: Kraut-Peperoni-Mais-Salat (cowl-slaw) z.B. aber ohne die schwere Mayo, dafür mit einem ordentlichen Klacks Jogurt, Tomaten-Mozzarella-Basilikum (Caprese), Graukas mit Zwiebeln gesäuert (Südtiroler/Österreicher Almküche – in Hessen wird dafür Handkäs verwendet und heißt Handkäs mit Musig)  oder wie letztens Rindgeselchtes (Bündnerfleisch).

Das Rindsgeselchte, welches zwar nicht aus der Schweiz kommt, stammt dafür aber vom Südtiroler Rind und wurde geschlachtet, sowie veredelt von meinen Metzger-Arbeitskollegen. Dünn aufgeschnitten gehört es, das Rindsgeselchte und mit Zitronensaft und  Zitronenöl (Olivenöl mit Zitronenschale) beträufelt mit ein paar Parmesanspänen und mit frisch gemahlenem schwarzem edlen Bio-Pfeffer und ein paar Scheibchen konfiertem Knoblauch aus dem eigenen Garten  angerichtet. Ruck-Zuck gemacht.

Dazu noch ein Scheibchen Brot und mmmhh…

Was ist eure Lieblings-Sommer-Rucki-Zucki-Kalte-Küche?

Sommer-Rolle

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Pünktlich zur Sommer-Sonnenwende scheint zur Abwechslung mal wieder die Sonne und heute feiert ein ganz besonderer Mensch Geburtstag: eine meiner Schwestern.

Und mit dieser einfachen… aber einfach schönen Torte (Variation der Flotten Rolle in meinem Buch) feiern wir heute diesen Tag…  und schnell gemacht ist sie dazu. Soll ich euch das Rezept verraten? Aber gerne doch:

Biskuit:

Backofen auf 180 °C Ober-Unterhitzte vorheizen

4 ganzen Eier, natürlich von glücklichen Hühnern (!!), mit Mark 1 Vanilleschote, Prise Salz, 120 g Rohrohrzucker mindestens 10 Minuten sehr luftig aufschlagen.

120 g Dinkelmehl darüber sieben und locker mit Hilfe des Schneebesens unterheben.

Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gleichmässig aufstreichen und 10 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und Biskuitplatte auf ein weiteres Backpapier geben. Auskühlen lassen.

Inzwischen 200 g Mascarpone, 100 g Quark, 200 g Rahm (Sahne), Abrieb und Saft 1 Bio-Zitrone, 150 g Erdbeermark, 3-4  5cm lange Endtriebe von Basilkum und 70 – 100 g Puderzucker (nach Geschmack) mit Hilfe des Pürierstabes so lange aufschlagen bis eine standfeste Creme entstanden ist (etwa 5-8 Minuten).

Nun das Papier von der Biskuitplatte vorsichtig abziehen und in 3   11 cm breite Streifen schneiden. Alle 2 Streifen der Länge nach nebeneinander legen und mit ¾ der Creme bestreichen. Vorsichtig den 1. Streifen aufrollen, den 2. Streifen bündig mit aufrollen und dann auch den 3. Streifen mit aufrollen. Aufsetzen und nun die Aussenseite der Rolle mit der restlichen Creme bestreichen.

Die Rolle auf die Servierplatte setzen und mit Wildrosenblättern, Basilkumblättchen und Walderdbeeren nett verzieren.

Bis zum Anschneiden kühl stellen.  Und die Sommerrolle im Kreise von netten Menschen genießen…

Ich wünsche allen meinen Leser_innen einen schönen (hoffentlich) sonnigen Sonnwend-Tag…… :-)