Kräuter-Blüten-Beeren-Whoopies

Gestern war Premiere: Der 1. Blüten-Tortenbackkurs fand bei mir statt. Dafür habe ich mich schon ein bisschen ins Zeug gelegt und hatte viel vor.  Wie Viele von Euch wissen, bin ich leidenschaftliche Kuchen- und Tortenbäckerin und liebe es Blüten und Kräuter frisch aus meinem Garten dafür zu verwenden: innen und aussen als Dekoration. In meinem Kochbuch sind ein paar wenige Beispiele drinnen und natürlich entwickle auch ich mich weiter und tüftle an neuen Rezepten. Auch für den gestrigen Kurs hab ich mir einiges ausgedacht: Altbewährtes im neuen Look und anderem Geschmack und mehr.

Gestern durften die 4 Teilnehmerinnen dann ein paar neue Rezepte ausprobieren unter meiner Anleitung und Mithilfe natürlich. Und dazu gab es natürlich viele Tipps und Tricks.

Wie komme ich (und andere) eigentlich zu neuen Rezeptideen? Tja… ich lese viel und schaue mir Kochbücher, Zeitschriften, andere Blogs usw. an und lasse mich inspirieren. Verändere dann die Basisrezepte, damit sie für mich passen. Auch zuckermässig.   Nix lieber tue ich, als zu vergrünisieren, zu verblumisieren und zu vitaminisieren. Tja komische Worterfindungen… das tu ich auch sooo gerne. Ihr auch?

Heute nun mein allerneuestes Rezept… eine süße – schöne – gute Sünde… aber sooo was Feines kann keine Sünde sein…

Whoopies sind keine richtigen knusprigen Kekse, nein, sie sind weich und werden gefüllt mit einer Creme. Man kann da kreativ sein, ob es die „Kekse“ oder Füllung. Hier  nun die 1. alexianische Variation:

Kräuter-Blüten-Beeren-Whoopies

 

Für den Teig: (für 10-12 Stück)
10 Zitronen-Basilikum-Blätter (ihr könnt jede Art von Basilikum verwenden, ich habe den halt zufällig dieses Jahr da)
80-100 g Zucker (je nachdem wie süss man es mag)
1 TL abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
125 g weiche Butter
2 Eier
270 g Dinkelmehl
2 TL Backpulver
100 ml Rosenblütenlikör oder -sirup selber gemacht (oder etwas anderes Blumiges z.B. Holer oder Lindenblüte oder Labkraut oder ….)
Für die Füllung:
250 g Mascarpone
100 g Sahne
Abrieb und Saft von 1 Limette oder 1/2- Zitrone
3 TL Rosenblütenwasser (Rosenhydrolat)
50-75 g Staubzucker
2 Handvoll (locker nicht zusammen gedrückt)  duftende Rosenblütenblätter und ein paar Zitronenbasilikumblätter
Für die Dekoration:
Brombeeren, Walderdbeeren, Himbeeren, evtl. Blüten und Basilikumblätter

1. Backofen vorheizen auf 160°C Umluft. Basilikumblätter fein schneiden mit dem Zucker Salz und Zitronenschale zur weichen Butter geben und schaumig rühren. Eier nacheinander zugeben. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit Sirup bzw. Likör unterziehen. Teig mit Hilfe von 2 Esslöffel zu 24 gleichmässigen runden Häufchen portionieren und , auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen (ihr könnt auch einen Spritzsack nehmen – mir bleibt da aber zu viel Teig drin kleben). Beide Bleche in den vorgeheizten Backofen füllen  rund 15 Minuten goldgelb backen. Auskühlen lassen.
2. Für die Creme: Mascarpone, Sahne, 2/3 des Limetten- bzw. Zitronensafts, Rosenblütenblätter, Basilikum und 50 g Staubzucker in einem hohen Standmixer pürieren bis die Creme andickt. Nach Geschmack mit dem Rest des Limetten- und Zitronensafts und Zucker abschmecken. Und bis zur Verwendung kühlen.
3. Creme mit einer Tülle auf 12 Keksen schön aufspritzen und dazwischen Beeren hinein setzen.
4. Mit den übrigen Keksen abdecken und leicht andrücken
5. Aussenrand evtl. mit Blüten und Basilikumblättchen garnieren, kühl stellen oder gleich servieren.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbacken und vor allem dann beim Genießen!

 

Werbeanzeigen

Spargelsalat mit Blüten

2019 spargelsalat

Zum heutigen Start ind die warme Zeit hatte ich so richtig Lust auf schnelle und gute Küche:

Ich hatte noch 3 grüne und 2 weiße Spargelstangen, die habe ich geschält und in Stücke geschnitten, die Spitzen beiseite gelegt. Dann gings in den Garten zum blühenden Grünkohl und habe flugs ein paar Blüten und Knospen abgezupft. In der Wiese noch ein paar Gänseblümchen mitgehen lassen und alles auf einem Teller angerichtet.

Vom gestrichen Besuch der Lanener Bäuerinnen war noch ein bissl Gartenkresse-Mousse übrig und so habe ich mir 3 Nocken geformt und mit auf den Teller gegeben.

Ein bisschen Brennnessel-Salz, ein paar Tropfen feinsten Balsamico und bestes Olivenöl darübergeträufelt und im Sonnenschein Stück für Stück genossen.

Das Gartenkresse-Mousse ist eine Variation des Giersch-Mousse aus meinem Buch.

3 Blatt Gelatine,,
1 Hand voll  Gartenkresse
150 g Ricotta oder Topfen
100 g Sauerrahm
300 g Sahne
2 EL Zitronensaft
1/2 Knoblauchzehe
1 TL Senf
Salz
Pfeffer

Quark oder Ricotta mit allen Zutaten ausser der Sahne mixen. Gelatine erwärmen bis sie sich auflöst. 1 EL der Masse unterrühren und dann unter die restliche Masse verrühren. Sahne steif schlagen und unterheben. Kühl stellen.

 

Pilzige Gerstsuppe

IMG_3836.jpg

Gerstsuppe ist hier in (Süd)tirol eine ganz typische Speise. Sie wärmt und sättigt und schmecken tut sie (mir) – und wie.

In eine gute Gerschtsuppe kommt normalerweise geselchtes Schweinefleisch(Stelze oder Rippe), Karotten und auch Sellerie. Jeder Haushalt hat so sein Rezept von der Mutter übernommen.

Ich habe heute eine fleischlose, ganz andere Gerschtsuppe gekocht: mit Wald“fleisch“. Selbst gesammelt, getrocknet und sicher schon 2-3 Jahre im Glas sicher aufbewahrt.

Gestern abend hab ich nun ein paar getrocknete Pilze mit Wasser übergossen und bis heute abend eingeweicht. Und eigentlich wollte ich Risotto machen, aber aus Mangel an richtigem Reis hab ich, flexibel wie ich bin einfach Bio-Rollgerste genommen.

1 Zwiebel klein geschnitten, in Öl kurz angedünstet, die abgetropften Pilze und die Rollgerste dazu gegeben. Alles ein paar Minuten auf dem Herd unter Rühren erhitzt und mit dem Pilz-Einweichwasser und Extrawasser aufgegossen. Köcheln gelassen bis die Gerste gar ist, mit Verner Knofl-Öl aromatisiert und leicht gesalzen. Fertig ist/ war sie und ich sag euch: sooo guuuut. So mag ich die Pilze glatt auch essen.