Mama.Torte.16

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Heute hat meine/ unsere Mama Geburtstag…. wann wenn nicht heute muss es eine ganz besonders gute und schöne Torte geben…  und ich habe mir Mühe gegeben, beim Planen und beim Backen, beim Cremes zusammen rühren, Torte zusammenstellen und zum Schluss noch beim Dekorieren.

Die Vorbereitungen für die Torte habe ich eigentlich schon vor 1 Woche begonnen, als ich die ersten Brombeeren und Apfelbeeren gesammelt habe und ein Coulis, zu deutsch Fruchtmark hergestellt habe. Da es zu wenig war, habe ich natürlich noch 2 Mal Brombeeren gesammelt und jeweils wieder Fruchtmark gemacht. Das Fruchtmark habe ich fein säuberlich in verschließbare Glasbehälter gegeben und im Kühlschrank bis heute aufbewahrt.

Gestern abend habe nun aus 6 Eiern 3 Schokoladebiskuitböden gebacken und bis heute zugedeckt bis heute früh gelagert.

Die Cremes sind eigentlich nur 1 Creme und zwar eine Jogurt-Sahne-Mousse  aus 1 kg Naturvollmilchjogurt+Rohrohrzucker+Zitronensaft+Zitronenabrieb+12 Gelatineblätter+500 g Sahne(doppelte Masse des Rezeptes in meinem Kochbuch: „Die gute Landkräuterküche“, die ich dann gedrittelt habe. Ich habe geschätzte 500 g Fruchtmark benötigt, wobei ich hier 250 g für den Spiegel benötigt habe und ich hier insgesamt 4 Blatt Bio-Gelatine im gesamten Fruchtmark aufgelöst habe, sonst wäre die Creme und der Fruchtspiegel zerflossen und die Torte wäre dann nicht wirklich schön geworden sondern eher ein Gatsch.

⅓ habe ich weiß gelassen und das ⅔ habe ich hellrosa, also mit ein paar EL Fruchtmark und das 3/3  mit ein wenig mehr Coulis gefärbt und ihr könnt auf dem 1. Foto sehen, wie ich die Torte geschichtet habe.  Vor dem Einschichten der nächsten Creme habe ich die Torte immer kurz kalt gestellt, damit die Creme ein wenig stockt.

Nach 1 Stunde Kaltstellen habe ich noch um Schluß  das restliche Coulis leicht erwärmt, damit sie wieder fließfähig wird,  um es dann auf die helle Creme zu verteilen.

Während die Torte so 2 Stunden im Kühlschrank warten musste, habe ich währenddessen rosagefärbte (Topfrest) BaiserTupfen unterschiedlicher Größe gemacht und gebacken.

Nach den 2 Stunden  habe ich die Torte vom Tortenring befreit und mit Baiser-Tupfen , verschiedenen Blüten und Blättern von Terrasse und Garten ausdekoriert….. jetzt heißt es nur noch die Torte sicher zu meiner Mama zu bringen, was sicher nicht ganz einfach werden wird… haltet mir die Daumen, dass es mir gelingt….damit die Geburtstagsfeier nicht ohne Torte auskommen muss😉

P.S.: ich habe ne Riesenfreude mit dieser Torte… auch wenn sie anders geplant war (ombre-Torte)…  gefällt sie euch auch, so wie mir???🙂

kräuterisierte falsche Gnocchi

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Wann, wenn nicht jetzt im Sommer müssen – sollen – wollen – können wir kräutermässig aus dem Vollen schöpfen: alles Grün sprießt und gedeiht und ruft einen förmlich zu: nimm mich… nein mich… nein doch mich… ich nehme sie alle… oder fast alle… je nachdem was ich gerade mache und es kommt natürlich darauf an, in wieweit sie auch zusammen passen.

In mein heutiges Nachtmahl sind folgende Kräuter gelandet: Basilikum, Schnittlauchblüten und -stängelchen,  Salbeiblätter und Brennnesselfrüchte.

Die Gnocchi piemontesi werden ja aus Kartoffelteig gemacht, die gnocchi romani aus Weizengries und bei dieser „falschen“ Variante hab ich heute weißes Polentamehl verwendet.  Ich habe Magerquark 250 g mit 2 Eiern Salz und 4 EL Brennnesselfrüchten mit einer Gabel verrührt, dann habe ich das Polentamehl über haps (ohne zu Wiegen) unter gemengt. Ich schätze es waren zwischen 100 und 125 g… Es können auch etwas mehr gewesen sein.  Der Teig darf nicht zu fest sein, also wenn er klebrig ist, keine Sorge… ist er zu fest, dann werden die Gnocchi etwas zu bissfest😉 .

Den Teig ruhen lassen. Inzwischen Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. In einem anderen kleineren Töpfchen Butter zerlassen (ein paar Esslöffel) und Salbei darin knusprig bei nicht zu hoher Hitze frittieren. Nach ein paar Minuten ein paar eingelegte Tomätchen dazu geben. Beiseite stellen.

Auf die Arbeitsfläche etwas Polentamehl geben. Den Teig darauf platzieren und kurz mit den Händen verkneten. Aus dem  Teig Rollen drehen und mit Hilfe eines Messers einfach 1 cm dicke Portiönchen abschneiden. Diese mit den Händen kurz rund drehen und ins kochende Wasser  geben. Dabei mit der Gabel die Gnocchi vom Boden stossen, damit sie nicht dran picken bleiben. Sieden lassen bis die Gnocchi nach oben schwimmen.

Sobald das geschieht die Gnocchi mit Hilfe einer Schaumkelle herausnehmen und auf Teller verteilen. Mit Parmesan, frisch gemahlenen schwarzen  Pfeffer, Schnittlauchblüten bestreuen, mit den knusprigen Salbeiblättern,  Tomaten, Schnittlauchstängeln, in Streifen geschnittenem Basilikum anrichten und mit der aromatisierten Nussbutter  beträufeln.

Das nenn ich mal schnelle – richtig gute Küche!

Kalte Küche: Rindsgselchtes zitronisiert

 

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Dieser Sommer ist sehr wechselwettrig: heiß – kühl – heiß – kühl… da heißt es auch flexibel sein in der Küche. An den heißen Tagen habe ich mich vorwiegend mit kalter internationaler Küche verwöhnt: Kraut-Peperoni-Mais-Salat (cowl-slaw) z.B. aber ohne die schwere Mayo, dafür mit einem ordentlichen Klacks Jogurt, Tomaten-Mozzarella-Basilikum (Caprese), Graukas mit Zwiebeln gesäuert (Südtiroler/Österreicher Almküche – in Hessen wird dafür Handkäs verwendet und heißt Handkäs mit Musig)  oder wie letztens Rindgeselchtes (Bündnerfleisch).

Das Rindsgeselchte, welches zwar nicht aus der Schweiz kommt, stammt dafür aber vom Südtiroler Rind und wurde geschlachtet, sowie veredelt von meinen Metzger-Arbeitskollegen. Dünn aufgeschnitten gehört es, das Rindsgeselchte und mit Zitronensaft und  Zitronenöl (Olivenöl mit Zitronenschale) beträufelt mit ein paar Parmesanspänen und mit frisch gemahlenem schwarzem edlen Bio-Pfeffer und ein paar Scheibchen konfiertem Knoblauch aus dem eigenen Garten  angerichtet. Ruck-Zuck gemacht.

Dazu noch ein Scheibchen Brot und mmmhh…

Was ist eure Lieblings-Sommer-Rucki-Zucki-Kalte-Küche?