Pilzige Gerstsuppe

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Gerstsuppe ist hier in (Süd)tirol eine ganz typische Speise. Sie wärmt und sättigt und schmecken tut sie (mir) – und wie.

In eine gute Gerschtsuppe kommt normalerweise geselchtes Schweinefleisch(Stelze oder Rippe), Karotten und auch Sellerie. Jeder Haushalt hat so sein Rezept von der Mutter übernommen.

Ich habe heute eine fleischlose, ganz andere Gerschtsuppe gekocht: mit Wald“fleisch“. Selbst gesammelt, getrocknet und sicher schon 2-3 Jahre im Glas sicher aufbewahrt.

Gestern abend hab ich nun ein paar getrocknete Pilze mit Wasser übergossen und bis heute abend eingeweicht. Und eigentlich wollte ich Risotto machen, aber aus Mangel an richtigem Reis hab ich, flexibel wie ich bin einfach Bio-Rollgerste genommen.

1 Zwiebel klein geschnitten, in Öl kurz angedünstet, die abgetropften Pilze und die Rollgerste dazu gegeben. Alles ein paar Minuten auf dem Herd unter Rühren erhitzt und mit dem Pilz-Einweichwasser und Extrawasser aufgegossen. Köcheln gelassen bis die Gerste gar ist, mit Verner Knofl-Öl aromatisiert und leicht gesalzen. Fertig ist/ war sie und ich sag euch: sooo guuuut. So mag ich die Pilze glatt auch essen.

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brennnesselig gekext

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nein, das sind KEINE Macarons… die sind leicht, zart und voll zuckrig süss.

Aber es sind richtig knusprige Kexe mit Biss, Kraft und Gewicht geworden, denn da habe ich  Brennnesselblättermehl und Brennnesselfrüchte (samen) rein gebacken. Grundzutaten sind  Butter, Dinkelmehl und Zucker und ach ja net zu vergessen a paar gute Bäuerinnenhennen-goggelen.

Wenn ich sie ein paar Minuten weniger lange gebacken hätte, dann wären sie wahrscheinlich weniger hart geworden, aber wie pflegte mein Tata zu sagen: was hart zu beissen ist, ist gut für die Zähne. Und soooo hart sind sie ja auch wieder nicht geworden.

Und für die „Weichheit“ habe ich sie mit ein bissl Schokofüllung aufgepeppt. Leider habe ich keine Ganache gemacht, weil ich es nicht geschafft habe Rahm (Sahne) zu kaufen. So habe ich mit der guten 60%igen Zotter Kuvertüre, guter Kakaobutter und ein bissl Marbelehöini (Fichtenspitzen-selbergekochthonig) eine geschmackliche gute, aber festere Creme gerührt und die Kexe damit gefüllt und jeweils 2 zusammen-schokoladet. Mal schauen, ob diese Kexe morgen nachmittag meinen Kursteilnehmern schmecken.

Mosper(Vogelbeeren)-Apfel-Kompott

Der Moschper-Baum, der Vogelbeerbaum, Sorbus aucuparia, gehört eindeutig zu meinen Lieblingsbäumen und das seit Jahren.

Im Winter mit seinen eindeutigen wunderbaren graugepelzten Knospen, die mandelig riechen und schmecken, im Frühling mit seinen holunderähnlichen Blüten und im Herbst mit den von Weitem sichtbaren roten Frucht“Dolden“.

Mit den Beeren kann man so einiges machen. Früher hat man statt Preiselbeeren oft Vogelbeeren eingekocht. Sie sind zwar bitterer, aber genauso gesund.

In meinem Kochbuch habe ich auch 2 Rezepte drinnen stehen: karamellisiert und getrocknet und wenn man diese noch schokoliert hat man kleine Mini-Pralinen.

Die karamellisierten Beeren kann man pur so naschen – Vitamin C-Paketchen… in Strudel packen, statt der picksüssen Weimerlen (Rosinen, Weinbeeren).

Und dieses Jahr war ich schneller als die Vögel und hab von meinem Hausgarten-Vogelbeer-Baum endlich mal mehr Beeren ergattern können und hab deshalb Kompott gekocht, gemischt mit Äpfeln aus meinem Garten (James-Greeve, Gravensteiner, Jakob-Fischer) wurde es wunderbar fein-bitter-fruchtig.

Rezept? Hm bei mir schwierig, weil ich es über-happs gemacht habe. Das heißt pi-mal-Daumen. Ca. 1,5 kg gezupfte und gewaschene Vogelbeeren mit 1 kg Äpfeln und ca. 750 – 1000 g Zucker zu Kompott gekocht. Heiß in sterile Gläser gefüllt.

Probiert mal so ein paar Beeren auf Dessertcreme zu geben, so als Aromakick… oder zu einem Omeletten(Pfannkuchen)…oder zu Naturjogurt… oder..???

Muss man probiert haben. mjammmm – i könnt mi einilegn.