Bitterbrot macht Wangen rot

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Jetzt ist Frühlingslöwenzahnzeit, wann, wenn nicht jetzt kann man ein feines Brot backen, das mit dem bittergesunden Kraut richtig schön aufgekräutert wird.

Es gibt 2 Methoden Kräuter in ein Brot zu (b)packen.

Bei der 1. Methode wird Wasser (oder andere gewünschte Flüssigkeit) mit dem gewünschten Kraut fein aufmixen und damit mit dem Mehl, Salz, Triebmittel (Germ) den Teig kneten.

Bei der 2. Methode verknetet man die Flüssigkeit mit dem Mehl, Salz und Treibmittel zu einem Teig, lässt ihn gehen und nach der Gehzeit knetet man das klein geschnittene Kraut unter den Teig.

Letzte Woche gab es bei mir zur Frühlings-Wiesen-Safari das Löwenzahnbrot nach Methode 1.  Und heute habe ich das Brot mit der 2. Methode gebacken.  Ich habe heute dabei richtig richtig viel Löwenzahnkraut samt Knospen untergeknetet und heute hat das Brot eindeutig Bitternoten. Ist ein wenig ungewöhnlich und ungewohnt, aber  ich habe gerade eine Scheibe davon genossen und dazu ein Glas bester nicht-homogenisierter Heumilch von der Algunder Sennerei getrunken.

Leute, das war köstlich!

Das alte Sprichwort: Milch und Brot macht Wangen rot, habe ich heute geändert in: Bitterbrot macht Wangen rot… die Bitterstoffe regen die Leber und somit die Verdauung an, das ist somit sozusagen ein Gesundheitsbrot (für mich).

 

wildgrüner cheesecake à la New York

IMG_3515.jpgDiesen wildkräuterlichen feinen Käsekuchen habe ich vor Jahren für die Verkostung bei einem Vortrag über Frühlingskräuter in der Küche, in der EURAC in Bozen, welchen ich zusammen mit meiner lieben Kräuterfreundin Hildegard Kreiter abhalten durfte entwickelt. Das ursprüngliche Rezept war ein Cheesecake-Rezept aus New York. Und ich habe schon ein wenig herumgetüftelt, damit die Konsistenz gut passt. Cremig soll er sein, dieser Käsekuchen und geschmacklich natürlich ein Gaumenspass und immer sehr verschieden, je nach Auswahl der Kräuter und Blüten die man da hinein packt.  Damals wurde ich von einigen Frauen dort angefleht das Rezept preiszugeben, aber dazu war ich damals nicht bereit. Aber in meinem Buch, “ Die gute Landkräuterküche“ durfte es natürlich nicht fehlen und so habt ihr die Chance es nachzubacken, sofern ihr das Buch in eurem Kochbuchregal stehen habt ;-). Die anderen, die es nicht haben, müssen halt selber herumtüfteln.

Im obigen Cheesecake habe ich sehr viele junge Brennnesselspitzen verarbeitet, ich würde sagen so in etwa ⅔ der gesamten verwendeten Kräuter und Blüten, dazu ein paar Frauenmantel-, Löwenzahn-, Gundelreben- Veilchen-Blätter und Blüten.

Das einzige was ich noch zurück schrauben möchte ist der Zuckeranteil. Die Menschen jenseits des Atlantiks mögen es ja gerne sehr süss… hier werde ich bei der nächsten Cheesecake-Backsession sicher ⅓ des Zuckers weg lassen…

Bezüglich der Blüten, die ihr auf  und neben dem kleinen 8 cm großen Kuchen sehen könnt sind: Märzveilchen, Vergissmeinnicht, Schlüsselblumen, Kugelprimelblütenblätter und eine Blume eines ganz besonders extravaganten Sauerklees… hübsch anzusehen, fein aufzuessen und zu genießen… herrlich diese Blütenfülle, die wir jetzt in unseren Gärten wieder finden können.

Die hier gezeigten Blüten habe ich allesamt in meinem Garten bzw. aus meinen Töpfen gesammelt!  Hoch lebe die Vielfalt innerhalb und ausserhalb der Gärten!

Frische Blümchen und Kräuter in der Frühlingsküche

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Ganz frühlingsfrische junge fein aromatische Gierschblätter habe ich in den Ricotta-Teig für die Teigtaschen gepackt. Und im Inneren hat  sich herzhaft fruchtiges Tomatenpesto und Mozzarella versteckt… und weil ich grad ganz frischen feinen grünen Spargel von meinem Spargelstand geholt habe gab es die dazu…mit  ein wenig Parmesan, Petersiliensalz, Chilisalz und mit essbaren Blüten dekoriert war das eine wahrlich feine Speise.