Äpfelstrudl -ohne Mehl

IMG_2842.jpgZum gestrigen Kräuterhexn-Treffen auf 1200-irgendwas-metern, irgendwo in Südtirol habe ich mich an ein Äpflstrudl „ohne-Mehl-Experiment“ heran gewagt – auf denglisch: „low carb“ sozusagen:

Was ihr auf dem Bild seht ist der kleine Rest… aber so könnt ihr gaaanz genau sehen was da drinnnen ist, bzw. erahnen:

In einem mürben Teig, der geschmacklich seehr stark an Marzipan erinnerte haben sich die saftig-zitronigen Äpfelscheiben mit ihren Verwandten, den kandierten Mospern (Vogelbeeren) ganz wohl gefühlt. Und alexia-typisch habe ich den Strudel natürlich mit Hornveilchenblüten verziert. wollt ihr das Rezept haben? Ja? Na dann:

mürber Teig

(frei abgewandelt nach dem Rezept vom allerlei zuckerfrei-blog)

200 g Mandelmehl entölt, 70 g Kokosmehl, 10 g Guarkernmehl, 20 g Hanfmehl, 90 g Birkenzucker , 200 g weiche Butter, 1 Prise Salz, Abrieb von einer Bio-Zitrone, 1 Ei

Trockene Zutaten in einer Schüssel vermischen mit der weichen Butter, dem Ei und dem Zitronenabrieb gut verkneten. Ich hab dann den Teig ein paar Stunden in den Kühlschrank gestellt und etwa 1 Stunde vor dem Strudl-Machen zum Temperieren wieder heraus genommen.  Teig zwischen 2 Backpapierblättern etwa 0,4 cm dick ausrollen. Backofen auf 180 °C Ober-Unterluft vorheizen.

3-4 Äpfel gut waschen, vom Kernhaus entfernen und entweder schälen oder mitsamt der Schale fein in eine Schüssel hobeln, mit ⅔ des Saftes einer Zitrone (von der ich die Schale abgerieben habe), den Vogelbeeren, selbst gemahlenem Zimt und dem Mark einer halben Vanilleschote vermischen.

Das obere Blatt Backpapier von der Teigplatte vorsichtig abziehen. Äpfelfülle gleichmässig darauf verteilen und mit Hilfe des 2. Backpapiers aufrollen. Linke und rechte offene Strudelseiten mit den Fingern zusammenpitschen (drücken).

Strudelrolle inklusive Backpapier auf ein Backblech geben und etwa 20 Minuten im Backofen backen. Dann mit verrührtem Ei bestreichen und noch mal etwa 20-25 Minuten backen. Ich hatte befürchtet, dass der Teig beim Backen reißt… ist nicht passiert und ich erleichtert.

Strudel abkühlen lassen und mit Blüten dekorieren. Als Klebstoff habe ich dieses Mal Birkenzucker-puderiert und mit Zitronensaft verrührt und für jede Blüte einen Tupfer auf den Strudl gegeben.

Im Gegensatz zu „normaler“ Puderzucker-Zitronen-Glasur sind dieses Mal die Blüten viel schneller gewelkt. Auf jeden Fall hat es hübsch ausgesehen und geschmacklich hat es den Hexen auch gemundet. Experiment gelungen, würde ich sagen.

Ich wünsche euch allen noch lustige Faschingstage… und vergesst den Besen nicht irgendwo… 😉

Granten in schwarzplentener Roulade

Es gibt sie, die Alternativen zu den Winter-Beeren vom Frischregal und zwar jene Sommer-oder Herbst-Beeren die ich, so wie viele andere Fleissige eingekocht, eingeweckt, eingefroren haben und so für einen feinen Wintervorrat gesorgt haben. Unf so unabhängig von gespritzten weitgereisten nicht-guten Früchtchen sind.

Heute:

Granten (Preiselbeeren)-Sahne als Füllung für eine schwarzplentene(buchweizene) Roulade:

IMG_2475.jpgfür die Roulade:

Backofen auf 200 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

4 Eier mit 1 Prise Salz und 60 g Birkenzucker und 1 EL Vanilleextrakt (selber gemacht) 10 Minuten aufschlagen.

70 g feines Buchweizenmehl

20 g fein gemahlenes Vollkorndinkelmehl

½ TL Zimt/Nelken/Kardamom-Zucker fein gemahlen

Trockene Zutaten mischen und unter die Ei-Zucker-Masse heben. Auf das Backpapier gleichmässig aufstreichen und im Backofen etwa 8 Minuten backen.

Ein zweites Backpapierblatt bereit legen und sobald die Roulade hellbraun gebacken ist vom Backblech heben und mit Schwung, Teigplatte voraus auf das Backpapierblatt geben.

Vorsichtig das Backpapier, das festgebackene, von der Biskuitplatte ziehen. Umdrehen, so dass sie von oben und unten mit Backpapier belegt ist und vorsichtig von aufrollen. Abkühlen lassen.

200 g beste frische Sahne (ohne Carrageen bitteschön!!) mit 2 EL Birkenzucker steif schlagen. 4-6 EL Preiselbeermarmelade unter rühren.

Biskuitplatte wieder aufrollen. 1 Backpapierblatt weg nehmen und die Preiselbeersahne aufstreichen und mithilfe des 2. Backpapierblattes eng aufrollen.

In Scheiben schneiden und mit lieben Menschen genießen.

Ich wünsche einen feinen gemütlichen Winter-Sonntag.

 

Leute, es ist Winter!

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Und nicht Frühsommer oder Sommer!!!!   Wenn ich, wie gestern erst wieder, in den Kühlregalen frische Himbeeren, Erdbeeren und Schwarzbeeren entdecke, schüttelt es mich direkt!

Leute, was glaubt ihr, ihr die diese geschmacklosen Früchtchen kauft, jetzt mitten im Winter, woher die kommen, wieviel die ungsundes Zeugs drinnen haben, die ihr nicht einmal buchstabieren könnt.   Lasst die doch bitte in den Regalen stehen.  Esst lieber Äpfel, Orangen, Kiwi….  und was kümmern mich jetzt Erdbeertorten oder diese wunderschönen mit diesen Nicht-Jetzt-Saison-Obst dekorierten  Nacketn-Kuchen (naked cake)…..  NEIN,   ich back mir da lieber einen feinen Mandelkuchen oder Gugelhupf oder Apfelstrudel… oder jetzt kurz vor der Faschingszeit ein paar Krapfen, gefüllt mit der selber gemachten Marillenmarmelade mit dem Duft von Sommer!

Denkt doch vorher nach, bevor ihr nach so einem „Schei*zeugs“ greift und euch nix Gesundes tut, denn gut ist dieses Obst in Plastikschälen absolut nicht, jetzt in der kalten Zeit.

 

Übrigens auf dem Foto seht ihr die hübschen und vor allem guten und gesunden, denn unbehandelten Mieze-Schindler-Erdbeeren, die ich im Juni 2016 in meinem Garten gepflückt habe, bevor die Suzuki-Fliegen aufgetaucht sind und die Haupt-Ernte mir vermießt haben.

Habt ein schönes gemütliches Wochenende mit einem Tässchen Tee und einem guten vielleicht schokoladigen Kuchen, der das trübe Regen- oder Schneewetter draußen vergessen lässt…