Mama.Torte.2018

Oh, lang habt ihr nichts mehr von mir gehört… ich hatte eine bewegte Zeit in den vergangenen Sommermonaten. Ich habe meine Arbeitsstelle, die ich fast 25 Jahr hatte aufgegeben um … ja was denn nun?… Ich bin selbständig geworden und bald wird mein „Baby“ schlüpfen: ich werde mein 1. Tee- und Kräuterhaus eröffnen Mehr dazu in ein paar Tagen.

Heute habe ich diese feine Torte für meine liebe Mama gemacht. Ein Klassiker aus meiner Backstube: grüner Biskuit gefüllt mit einer samtigen Jogurt-Mousse mit Brombeer-Gelee und viiiielen essbaren Blüten dekoriert.

Meine Mama hat sich sehr gefreut und ich weiß seit heute definitiv woher meine Liebe zu säuerlich-süßem Dessertkreationen stammt. Meine herzensgute Mama liebt Zitrone – so wie ich… herrlich….

Das Rezept dazu stammt aus meinem Kochbuch, nur statt den Kornelkirschen hab ich wieder mal Brombeere für das Gelee verwendet.

Schaut mal rein in mein Büchlein…ihr werdet staunen was man da alles kochen und backen kann mit natürlichen Aromen, gewonnen aus Kräutern und Früchten aus Garten, Wald und Wiese.

 

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Roter Reis mit grünem Frühlings“gmias“

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Ich habe kürzlich so einen speziellen roten Reis, natürlich bio und fair angebaut gekauft. Den hab ich heute gekocht und dazu habe ich separat verschiedenes grünes Frühlings-Gmias (Gemüse) gedünstet und unter den Reis gemischt.

Ihr wundert euch sicher, was das im oberen Bild ist… einige kennen diese Samen, andere nicht. Es sind die grünen Eschen-Samen, die dieses Jahr sehr zahlreich an diesen wunderbaren prächtigen Bäumen hängen.  Da konnte ich nicht vorübergehen und hab mir bei einem Baum, der sehr pflückfreundlich gewachsen ist ein paar Büschel geholt.

Und ja die sind essbar oder verräucherbar. Heute habe ich sie aber zum Essen verwendet. Ich habe sie von den Stängelchen befreit und mit Frühlingszwiebeln, Zucchini, Zuckerschoten in Olivenöl leicht angebraten und mit wenig Wasser gegart.

Tja, ein bissl Sauerrahm-Butter vom Feinsten unter und Parmesankäse darüber gegeben und genossen. Das war für mich die Eschen-Samen-Ess-Premiere.

Giersch-Mousse vom Feinsten

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Frühlinszeit ist Wildkräuterzeit = auch Gierschzeit – also auf in den Garten und frischen und feinsten Giersch oder auch Guck-durch-den Zaun, weil er wirklich oft durch den Zaun guckt, zupfen.

Und weil wir die Wahl der Qual bzw. die Qual der Wahl (hihihi) haben, holen wir uns  Blätter vom Giersch: ⅔ davon sollten junge frisch-glänzende haben, ⅔ davon sollten junge frisch-glänzende und ⅓ größere mittelalte Blätter sein und bitte samt Stängel, denn gerade im Stängel, so wie bei der zahmen Petersilie, sind viele ätherische Öle, also Geschmack drinnen.

Also 2 Hände der Kräuter sollte man kurz waschen, vorsichtig trocken schütteln und dann mit  150 g Ricotta oder Quark und 100 g Sauerrahm, Salz, Pfeffer, bissl Senf, Peperoncino, Knoblauch und evtl. 2-3 Blätter vom Bärlauch, bevor er blüht fein mixen. 3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser quellen lassen, im Wasserbad vorsichtig erwärmen bis sie flüssig wird, mit 2 EL der  Giersch-Quark-Masse temperieren, und dann zur restlichen Masse geben, gut mixen. Dann 200 – 300 g Sahne steif schlagen und unter die Masse vorsichtig unterziehen. In eine Schüssel füllen, mit Deckel verschließen und im Kühlschrank ein paar Stunden kühlen lassen.

Man kann nun Nocken abstechen und auf Teller mit Salat (oder ohne) anrichten. Dazu selbst gebackenes Brot reichen und – einen Blick auf den Garten mit dem Giersch werfen und diese schöne grün-frische Frühlingszeit gaumenmässig und augenmässig voll genießen.