Wer sauer mag – mag ZierQuittenGelee

IMG_7421.jpgIMG_7428.jpgMeine Bäuerin-Schwester Barbara vom Pschoalhof hat mir vorgestern ein paar Zierquitten und Wintercalville-Äpfel geschenkt. Und weil ich von früheren Koch-Experimenten weiß, wie zitronig-sauer die Zierquitten schmecken hab ich mich sofoort dran gemacht aus ⅔ der Früchte ein saures Gelee zu fabrizieren und zwar in Verbindung mit Zieräpfeln aus dem Garten. Gestückelt, ohne Kernhaus und zusammen mit den Mini-Äpfln kamen die Früchtchen in den Dampfentsafter. Ergiebig – ist etwas anderes, sag ich euch. Aber dafür saaaauer. Tja mit Rohrohrzucker und Apfelpektin hab ich den Saft zum Gelee geköchelt und insgesamt 5 Gläser abgefüllt.

Und der Rest wird demnächst verarbeitet und zwar dort wo sonst Zitrone gebraucht wird.

Also ich steh auf zitronig-Saures und deshalb werde ich im Winter, wenn mir grad nicht zu lustig zumute ist,  hie und da mal ein Gläschen öffnen.

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Hochwohlgeboren Frau Erbse

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Tja, wenn die Schneckn die feinen Frühlingserbsenpflanzen verschmausen, bleibt der erbsenliebenden Frau Gärtnerin nichts anderes übrig, als nachzusäen. Und wenn sie Glück hat, dann kann  sie statt der Frühlingserbsen ein paar Herbsterbsen ernten und genießen. Und daaaas Glück hatte bzw. habe ich . Diese feinen Gewächse der Familie der Schmetterlingsblütler beschenken mich gerade mit zarten grünen Perlen. Die Prinzessin auf der Erbse hatte unruhige Nächte wegen so einer zarten kleinen Kugel.  Und ich könnte nicht so gut schlafen, wenn ich ein Jahr ohne die hochwohlgeborenen Erbsen auskommen müsste.

DAS sind Kindheitserinnerungen, die ich nicht missen möchte… die Hülse geknackt, die Erbsen mit Genuss vernascht…habt ihr die auch, diese unvergesslichen Gartenlusterinnerungen??

Prinzessin Bohne

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Bohnen sind sooo schön – finde nicht nur ich. Es gibt sie, die BohnensammlerInnen. Ich bin da erst am Anfang einer Sammlerleidenschaft. Es gibt sooo viele Sorten. Von Busch- Stangen- und Feuerbohnen. Die Bohnenpflanzen gehören zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae)  und die Bohnen, die wir so ernten sind KEINE Schoten, wie viele sagen, sondern HÜLSEN.

Heute hab ich die ersten trockenen fast schon papierenen Hülsen aus dem Garten geholt und zwar von der Buschbohne Marona und sogleich habe ich die Hülsen geöffnet um die Bohnensamen heraus zu holen. Da schmiegen sich die Samen soo schön in der Hülse, die aus den prinzessinhaft-schönen Blüten entstanden sind und wo sie den ganzen Sommer über von der Mutter(pflanze) gut versorgt wurden. Diese Bohnenbabies sind so richtige Kraftpakete – mit allem ausgerüstet um, wenn es wieder wärmer wird, zu keimen und zu prächtigen Bohnenpflanzen heran zu wachsen.

…  aber es gibt oft Widersacher, die verhindern, dass aus allen Böhnchen Bohnen werden z.B. wenn wir Menschen entweder die grünen unreifen knackigen Hülsen ernten um daraus Prinzessböhnchen zu kochen, oder aber wenn wir aus den reifen Bohnensamen zum Beispiel eine Bohnensuppe  kochen und genießen. Wenn wir Menschen aber wirklich schlau sind, dann lassen wir natürlich immer ein paar Bohnenhülsen ausreifen um dann so gewonnenen Bohnensamen gut getrocknet als Saatgut aufzubewahren. Im kommenden Frühjahr können wir diese dann wieder anpflanzen.  Der Kreislauf wird so geschlossen.

 

Na habt ihr auch schon Bohnensamen auf die Seite getan??? Oder müsst ihr nächstes Jahr neues Samen kaufen?

Beim Neuerwerb von neuem Bohnensaatgut achtet jedoch unbedingt auf biologisch angebautes sortenfestes Saatgut – kein Hybridzeugs etcetera, am Besten vor Ort bei lokalen SortenvermehrerInnen.  Aber vielleicht habt ihr eine Nachbarin, Bäuerin, Freundin, Tante, Oma, Mama, die schon jahrelang erfolgreich Bohnen oder anderes Gemüse erfolgreich vermehrt? Dann müsst ihr nur ganz nett fragen….