Frische Blümchen und Kräuter in der Frühlingsküche

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Ganz frühlingsfrische junge fein aromatische Gierschblätter habe ich in den Ricotta-Teig für die Teigtaschen gepackt. Und im Inneren hat  sich herzhaft fruchtiges Tomatenpesto und Mozzarella versteckt… und weil ich grad ganz frischen feinen grünen Spargel von meinem Spargelstand geholt habe gab es die dazu…mit  ein wenig Parmesan, Petersiliensalz, Chilisalz und mit essbaren Blüten dekoriert war das eine wahrlich feine Speise.

Lenz’freude

Der Lenz, wie der Frühling oder das Frühjahr auch genannt wurde hat  heute wieder ganz offiziell  die Regentschaft, jahreszeitenmässig gesehen,  übernommen. Und wer von euch erfreut sich nicht … am Tirillieren der Vögel, am Aufbrechen der Blätterknospen, die den Berg mit einem zarten Grün überhauchen, an den zarten weiß-gelb-rosa Baumblüten, am Sprießen der wilden Bodenkräuter: Löwenzahn, Schafgarbe, Hirtentäschel…

also ich nehme diese Gelegenheit wieder wahr und feiere herrlich-schöne Jahreszeit: raus mit dem grau-braunen Wintermief und rein in den bunten Lenz und weil ich es recht gut kann habe ich zur Feier dieses ganz besonders schönen Tages eine ganz kleine Torte zusammen gebastelt: einen leichten Biskuit mit einer luftigen Mascarpone-Buttermilch-Zitronen-Creme gefüllt und mit einem sonnengelben Pfirsichspiegel (selbst gekochtes Pfirsichjoga aus sonnen gereiften Bio-Pfirsichen vom Pschoal-Hof aus Lana) und mit Blüten aufgehübscht:

 

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Feinbitter – ganz was Feines

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Nicht mehr lange, dann kann ich endlich wieder Löwenzahn sammeln und verspeisen. Bis dahin jedoch muss ich nicht auf was Feines Bitteres verzichten. Noch gibt es sie die feinbitteren Puntarelle, zu deutsch auch als Spargelzichorie bekannt. Und als farblicher Gegenspieler: Radicchio, nicht der „tardivo“ sondern der „rosso di Chioggia“. Die Spitzen der Puntarelle-Knospen, habe ich mundgerecht geteilt, und auch den radicchio habe ich in „Schnitze“ geschnitten. Das Grün der Puntarelle habe ich zum Teil für einen „Grüntrank“ und den anderen Teil zerpflückt und in die Mitte des Tellers gegeben. Ein einfaches Dressing aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, ein paar Spritzern Weißweinessig bester Qualität und ein paar Tropfen bestem Aceto Balsamico tradizionale di Modena (nein nicht dem flüssigem Billigzeugs, sondern dem sirupähnlichen, gutem Gaumenschmeichler) und ein fein-bitteres Vorspeisensalätchen kann angerichtet werden.  Ich verspreche euch, das ist was ganz Feines!!! Für den Gaumen und für den Magen.