PastinakenDessertCreme

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Zur Wurzelsafari gab es nicht nur den fruchtig-würzigen Quitten-Zierquitten-Äpfl-Trank, nein es gab auch was herzhaftes dazu….und als süssen Abschluß eine feine Creme aus Wurzelgemüse: Pastinaken. Aber Gemüse-Desserts sind sowieso schon seit einiger Zeit total angesagt in allen Sterne-Restaurants. Also ran an das Gemüse – nicht nur als Hauptakteur oder Beilage im Menü.

Als ich die Kulinarien für die WurzelSafari zusammengestellt habe flatterte mir die Kraut&Rüben-Zeitung in den Briefkasten. Beim Durchblättern hab ich dann Wurzelgemüserezepte gefunden, unter anderem ein aussergewöhnlichen Dessert: PastinakenCreme. Das musste ich unbedingt nachmachen.

Beim Nachmachen jedoch musste ich das Rezept abwandeln, denn mit der geringen Menge an Apfelsaft hätte ich es sicher nicht geschafft, die Creme zu machen, die sie dann geworden ist: aussergewöhnlich gut! Meine Safari-Gäste haben so gut wie alles verputzt. Statt dem Honig hab ich Rohrohrzucker, einen Teil des Quarks habe ich mit Sauerrahm ersetzt, damit es im Mund nicht so „quietscht“ und ich habe auf die Hagebuttenmarmelade verzichtet. Ich verrate euch hier nun mein Rezept dazu:

PastinakenDessertCreme 

250 g Pastinaken, 1⁄4 l Apfelsaft, 2 EL Rohrohrzucker, 200 g Quark, 75 g Sauerrahm, 1-2 EL Zitronensaft, evtl. noch 1-2 EL Rohrohrzucker.
Pastinaken schälen und in Würfel schneiden. Im Apfelsaft weich kochen. Sehr fein pürieren. Falls die Masse zu trocken ist um sie gut pürieren zu können noch ein wenig Apfelsaft dazu geben. Das Pastinakenpüree abkühlen lassen.

Quark und Sauerrahm schön cremig rühren, das Pastinakenpüree unterrühren mit Zitronensaft und evtl. weiterem Zucker abschmecken.

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WurzelKüche

Sodele, die 1. WurzlSafari 2017 ist Geschichte. Ich habe ja einiges für meine WurzlSafari-Begleiter an Kulinarischen vorbereitet.  Unter anderem einen mit Nelkenwurz aromatisierten Quitten-Zierquitten-Apfel-Trunk, der kalt oder heiß wunderbar genossen werden kann. Und das Feste, das übrig bleibt, schmeißt frau doch nicht einfach weg, sondern macht daraus köstliches Fruchtmus – ein feines leichtes Dessert. Ich hab die Früchte durch die Flotte Lotte getrieben und danach nochmal im Mixer fein püriert. Und tja, alles kriegt man da ja nie sauber heraus, also ist mir spontan eingefallen 2 Esslöffel extra mehr drin zu lassen und mit Zugabe von ein bissl Wasser hab ich das Ganze noch mal volle Pulle gemixt. Daraus ist ein neues Dessert entstanden:  eine luuuuuftig leichte Fruchtwolke – ein anderes Wort fällt mir grad gaaar nicht ein. Und sooo schnell gemacht.. auch in Zukunft für Gäste..  und man kann bei der Fruchtmuswahl problemlos variieren, ob Apfel, Birne, Quitte, Marille, Pfirsich, Mango, Ananas…..

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Und zum Abschluß bekamen gestern noch die letzten Gäste, die nicht früher gehen mussten einen Blümchenkaffee serviert. Aus selbst geernteten Löwenzahnwurzeln, die ich gebürstet, klein geschnitten, gedörrt, geröstet und fein gemahlen habe. Aufgegossen mit heißem Wasser war das ein ausserordentlich guter Ersatz-Kaffee – feinbitter im Abgang.

Tja und der aufgebrühte Pulvermatsch, den hab ich heute in einen Brotteig dazu gegeben und daraus Löwenzahnwurzelkaffeepulver-Baguette gebacken.

Das Rezept ist eigentlich in meinem Buch drinnen, aber ich habs abgewandelt und statt der Kräuter hab ich halt den feuchten Pulverbrei untergeknetet. Noch ist es heiß das Brot, also heißt es abwarten ob es gut schmeckt… ich denke ja… auf alle Fälle hab ich so die Wurzel wirklich wirklich gut verwertet und nix weg geschmissen. Das Grün ist übrigens auf der Darre gelandet, damit ich später dann Löwenzahnblätterpulver machen kann…

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Nachtrag: das Brot ist sehr gut gelungen. Es ist natürlich dunkler geworden und man schmeckt die feine dezente Bitternote heraus. Die Kruste ist zwar rösch, aber irgendwie ein wenig weicher als ohne den Löwenzahnzusatz. Falls ihr also Blümchenkaffee von Taraxacum officinale machen wollt, nur zu! Und vergesst nicht den Brei weiter zu verarbeiten. Es lohnt sich absolut! Habt eine gute Woche!

Wer sauer mag – mag ZierQuittenGelee

IMG_7421.jpgIMG_7428.jpgMeine Bäuerin-Schwester Barbara vom Pschoalhof hat mir vorgestern ein paar Zierquitten und Wintercalville-Äpfel geschenkt. Und weil ich von früheren Koch-Experimenten weiß, wie zitronig-sauer die Zierquitten schmecken hab ich mich sofoort dran gemacht aus ⅔ der Früchte ein saures Gelee zu fabrizieren und zwar in Verbindung mit Zieräpfeln aus dem Garten. Gestückelt, ohne Kernhaus und zusammen mit den Mini-Äpfln kamen die Früchtchen in den Dampfentsafter. Ergiebig – ist etwas anderes, sag ich euch. Aber dafür saaaauer. Tja mit Rohrohrzucker und Apfelpektin hab ich den Saft zum Gelee geköchelt und insgesamt 5 Gläser abgefüllt.

Und der Rest wird demnächst verarbeitet und zwar dort wo sonst Zitrone gebraucht wird.

Also ich steh auf zitronig-Saures und deshalb werde ich im Winter, wenn mir grad nicht zu lustig zumute ist,  hie und da mal ein Gläschen öffnen.