brennnesselig gekext

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nein, das sind KEINE Macarons… die sind leicht, zart und voll zuckrig süss.

Aber es sind richtig knusprige Kexe mit Biss, Kraft und Gewicht geworden, denn da habe ich  Brennnesselblättermehl und Brennnesselfrüchte (samen) rein gebacken. Grundzutaten sind  Butter, Dinkelmehl und Zucker und ach ja net zu vergessen a paar gute Bäuerinnenhennen-goggelen.

Wenn ich sie ein paar Minuten weniger lange gebacken hätte, dann wären sie wahrscheinlich weniger hart geworden, aber wie pflegte mein Tata zu sagen: was hart zu beissen ist, ist gut für die Zähne. Und soooo hart sind sie ja auch wieder nicht geworden.

Und für die „Weichheit“ habe ich sie mit ein bissl Schokofüllung aufgepeppt. Leider habe ich keine Ganache gemacht, weil ich es nicht geschafft habe Rahm (Sahne) zu kaufen. So habe ich mit der guten 60%igen Zotter Kuvertüre, guter Kakaobutter und ein bissl Marbelehöini (Fichtenspitzen-selbergekochthonig) eine geschmackliche gute, aber festere Creme gerührt und die Kexe damit gefüllt und jeweils 2 zusammen-schokoladet. Mal schauen, ob diese Kexe morgen nachmittag meinen Kursteilnehmern schmecken.

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Mama.Torte.2018

Oh, lang habt ihr nichts mehr von mir gehört… ich hatte eine bewegte Zeit in den vergangenen Sommermonaten. Ich habe meine Arbeitsstelle, die ich fast 25 Jahr hatte aufgegeben um … ja was denn nun?… Ich bin selbständig geworden und bald wird mein „Baby“ schlüpfen: ich werde mein 1. Tee- und Kräuterhaus eröffnen Mehr dazu in ein paar Tagen.

Heute habe ich diese feine Torte für meine liebe Mama gemacht. Ein Klassiker aus meiner Backstube: grüner Biskuit gefüllt mit einer samtigen Jogurt-Mousse mit Brombeer-Gelee und viiiielen essbaren Blüten dekoriert.

Meine Mama hat sich sehr gefreut und ich weiß seit heute definitiv woher meine Liebe zu säuerlich-süßem Dessertkreationen stammt. Meine herzensgute Mama liebt Zitrone – so wie ich… herrlich….

Das Rezept dazu stammt aus meinem Kochbuch, nur statt den Kornelkirschen hab ich wieder mal Brombeere für das Gelee verwendet.

Schaut mal rein in mein Büchlein…ihr werdet staunen was man da alles kochen und backen kann mit natürlichen Aromen, gewonnen aus Kräutern und Früchten aus Garten, Wald und Wiese.

 

Grüner Biskuit-Traum im Blütenrausch

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Mein grüner Biskuit ist mittlerweile in meinem Familien-Freundes- und Bekanntenkreis schon fast „legendär“. Und bei jeder meiner Buchvorstellungen bringe ich auch gerne wieder eine süsse Kreation mit, wo ich den Biskuit mit einbauen kann.

Er ist einfach sehr sehr locker und nich trocken. Ich werde dann immer wieder gefragt wie ich so einen Biskuit hinbekomme, ob ich Zusätze rein tu oder gar so eine neu-moderne Biskuit-Fertigmischung mit Geling-Garantie verwende (was den Hausfrauen/männern, alles so eingeredet wird, dass  nur mit so einer Fertigmischung ein guter Biskuit gelingen kann… fuuuuuurchtbar…. weil furchtbar chemisch unnötig).

Mein Geheimnis: Geduld und ein 1-2 Dinge auf die man achten sollte.

Mein selber entwickeltes Grüner-Biskuit-Teig-Rezept (übrigens in meinem Buch stehen sogar 2 Biskuitteig-Varianten drinnen mit 4 bzw. 6 Eiern – beide gelingen gleich gut.)

4 Eier M (raumtemperiert) von glücklichen Hennen

130 g Roh-Rohrzucker Bio

4 -5 EL Vogelmierensaft

1 Schuß Vanilleextrakt (selbst gemacht aus Bio-Vanillestangen und Wodka)

1 kräftige Prise Ursalz

160 g helles Bio-Dinkelmehl (oder 130 g Dinkelmehl + 30 Bio-Maisstärke)

Ganze Eier ohne Schale mit Zucker, Vogelmierensaft, Vanilleextrakt, Salz mindestens 10, besser noch 15 Minuten volle Pulle schaumig rühren. Ich habe eine Küchenmaschine, die das für mich erledigt, während ich dann folgendes vorbereite:

Backofen auf 180 °C  Ober-Unterhitze vorheizen

Eine Schüssel auf die Küchenwaage stellen, ein Sieb hineingeben und Tara auf 0 stellen. Mehl so abwiegen und dieses dann das 1 Mal in die Schüssel sieben. Beiseite stellen.

Backblech leicht mit Wasser benetzen und mit Backpapier belegen. Durch das Wasser klebt das Papier schön dran und verrutscht nicht mehr.

Mit einem 2. Backblech verfahre ich genauso.

Wenn die Eier-Zucker-Masse so richtig flauschig fest ist, die Rührschüssel aus der Küchenmaschine drehen und das Mehl nun das 2. Mal direkt über die Masse sieben. Mit einem Schneebessen gut unterheben und auf das 1. belegte Backblechack geben. Gleichmässig aufstreichen und ab damit in den Backofen. Etwa 8-10 Minuten backen. Wenn der Biskuit anfängt leicht zu bräunen kontrolliere ich mit der Hand ob dieser sich noch klebrig anfühlt bzw. noch zu weich ist, dann lass ich ihn noch 1-2 Minuten drinnen. Das ist Erfahrungssache, das muss man einfach öfters üben, dann geht das immer besser.

Sobald die Biskuitplatte richtig gebacken ist nehme ich das Backblech aus dem Ofen und stelle dieses neben das 2. vorbereitete Backblech. Ich nehme dann die Biskuitplatte an 2 Backpapierzipfeln aus dem 1. Backblech und mit Schwung lege ich sie mit der Teigseite nach unten auf das 2. Backblech. Benetze die Papieroberseite und decke es mit einem Küchentuch für etwa 3 Minuten ab. Dann nehme ich es wieder weg und ziehe vorsichtig das Backpapier von der Teigplatte ab. Das abgezogene Papier lege ich mit der anderen Seite wieder auf die Teigplatte, lege das Küchentuch wieder darüber und lass sie dann abkühlen.

Ihr könnt wie auf dem Foto eine Wickeltorte mit Holunderblütencreme  machen oder mit einer Waldmeistercreme oder einer klassische Erdbeer-Sahne füllen… lasst eurer Kreativität freien Lauf und genießt diese feine Süssigkeit.