Wer sauer mag – mag ZierQuittenGelee

IMG_7421.jpgIMG_7428.jpgMeine Bäuerin-Schwester Barbara vom Pschoalhof hat mir vorgestern ein paar Zierquitten und Wintercalville-Äpfel geschenkt. Und weil ich von früheren Koch-Experimenten weiß, wie zitronig-sauer die Zierquitten schmecken hab ich mich sofoort dran gemacht aus ⅔ der Früchte ein saures Gelee zu fabrizieren und zwar in Verbindung mit Zieräpfeln aus dem Garten. Gestückelt, ohne Kernhaus und zusammen mit den Mini-Äpfln kamen die Früchtchen in den Dampfentsafter. Ergiebig – ist etwas anderes, sag ich euch. Aber dafür saaaauer. Tja mit Rohrohrzucker und Apfelpektin hab ich den Saft zum Gelee geköchelt und insgesamt 5 Gläser abgefüllt.

Und der Rest wird demnächst verarbeitet und zwar dort wo sonst Zitrone gebraucht wird.

Also ich steh auf zitronig-Saures und deshalb werde ich im Winter, wenn mir grad nicht zu lustig zumute ist,  hie und da mal ein Gläschen öffnen.

Advertisements

Klatsch-klatsch… quietschrotes Mohnblütenblättergelee

Sodele, wie bereits vor 2 Tagen angekündigt präsentiere ich euch: („Fanfare“…tatatatataaaa)

mein allerallererstes quietschrotes Klatschmohnblütenblättergelee.

Farblich ist das doch ein Wahnsinn, finde ich. Geschmacklich: ein ganz dezenter, fremder-neuer Geschmack und wenn es jetzt noch richtig geliert, dann bin ich zufrieden.

Das ursprüngliche Rezept habe ich in Michael Machatschecks Buch „Speisekammer aus der Natur“ gefunden. Ich habe es ein bisschen abgewandelt, weil ich kein Quittin im Hause habe/hatte und ich habe ein paar Blütenblätter mehr genommen, weil bei mir gerade im Garten eine ganz kräftige schöne blütenreiche Klatschmohnpflanze spontan gewachsen ist. Ein herrlicher Farbtupfer und es war mir so, als ob sie mir ein Signal senden wollte: mach was mit mir…hoooooppp Alexia und im Urlaub in Irschen ist mir das Rezept ins Auge gesprungen. Zufall???? Nein das glaub ich nicht. Ich glaube, wenn was passieren soll, dann passiert es. Passt, ich habe den blumigen Wink verstanden.

Also ganz einfach ist das Gelee gemacht: Frau oder Mann zupfe (nur) die roten Blütenblätter von 7 oder 15 (ich) Mohnblüten und gebe sie in einen halben liter Wasser, mixe das ganze mit dem Stabmixer und gebe dann 400 g Gelierzucker und 1 TL Quittin oder  300 g Gelierzucker 2:1 und kein Quittin dazu, mixe Alles noch mal auf und lasse das Ganze 3 Tage im Kühlschrank stehen. Täglich umrühren. Am 3. Tag dann abseihen und 3 oder 5 (ich) Minuten erhitzen. Heiß in kleine saubere Gläser füllen. Abkühlen lassen und wer mag schön etikettieren (ich muss das machen…das ist so ein wahnsinniger Zwang von mir… und ich steh dazu)

Man kann mit so einem Gelee Desserts zauberhaft einfärben, aufhübschen, gelieren…der Knaller finde ich… und ihr????

 

Einlegeversuch – GuterHeinrich & Knoflknospen

Ich habe gestern begonnen Vorräte für die nicht-grüne Zeit anzulegen. Das von gestern wird ein rrroootes Gelee, mehr wird erst verraten, wenn es übermorgen abgefüllt wird.

Und heute habe ich ein wenig experimentiert. Inspiration dafür habe ich aus meinem Urlaub im Kräuterdorf Irschen mitgebracht und zwar 1. aus dem Buch von Michael Machatscheck: Speisekammer aus der Natur! Und 2. beim Besuch im Edelgreissler in Kötschach-Mauthen.  Ein bissl sehr noblig… na ja wer’s mag…

Treue Leser und WegbegleiterInnen wissen ja, dass ich im Garten sehr sehr viel Knoblauch habe und dass ich den Guten Heinrich angesiedelt habe, statt Spinat. Ich bereue es keinen Tag, dass ich dieses altbekannte Wildkraut hier im Garten habe. Sowas von unkompliziert und mit seinen tiefen, sehr tiefen Pfahlwurzeln brauch ich mich auch nicht sorgen, dass er zu trocken bekommt, anders als der zahme Spinat..dieses arme empfindliche Hascherlpflanzl, der gepflegt, gedüngt, gewassert werden will und trotzdem so gerne schießt und dann muss er raus aus den Garten. Ganz anders der Gute Heinrich: der schenkt einem den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein frisches Grün und Knospen ohne Ende. Natürlich habe ich auch gerne Mangold, einfach der Vielfalt zuliebe, und zwar den buntstieligen.

Aber zurück zum roten Faden…. der Machatschek und seine Gattin legen ja gar alles ein, ich glaube dieh haben eine riiiiesige Vorratskammer. Im oben erwähnten Buch hab ich ein Rezept für eingelegte Knoblauchknospen gesehen und zwar wie die meisten seiner  Gemüsevorräte konserviert er sie in einem Essigsud (Aaaaber ich bin nicht sooo eine große Essiggemüseliebhaberin. Mixed-Pickles…grrrrh… viel zu sauer… Gewürzgurken sind ok….  ) und in dem Edel-Greissler sind mir die friulanischen Gemüse-in-Öl-Konserven aufgefallen (von Mäusedorn, Knoblauchcreme, Cime di rapa, Radicchio, Zwiebel, Taubenkopfleimkraut uvm.)

… und zack habe ich an meine Gartenschätze gedacht: Knoblauchknospen von denen ich jedes Jahr zuviel habe und den Großteil, wenn sie zu Brutzwiebeln ausgereift sind als Saatgut verschenkt habe und dazu die knackigen Guter-Heinrich-Knospen.

Beides habe ich heute im Garten geerntet und dann separat in einem Wasser-Essig-Salz-Sud gekocht bzw. blanchiert. Abtropfen gelassen, in saubere Gläser geschichtet, mit bestem Olivenöl aufgefüllt und dann gut verschlossen im Backofen eingeweckt. Ausschauen tun sie gut die gefüllten Gläser, oder was sagt ihr??? Übrigens a bissl Essig muss schon sein, damit der Inhalt auch haltbar ist und nicht Botox abbekommt…bzw. die Botulismusbakterien sich gar nicht erst ansiedeln, denn das wäre dann fatal für die Gesundheit und das Leben.

Ob das Experiment gelungen ist kann ich erst sagen, wenn ich die Gläser aufmache und verkoste und zwar ganz sicher in einigen Wochen beim nächsten Grillfest gemeinsam  mit der Familie. Bin gespannt wie’s ihnen mundet.

Apropos: Dieses Jahr werde ich genug Knoflbrutzwiebeln für mich haben, aber ich kann leider keine abgeben, so wie in den vergangenen Jahren…  🙂