Spargel-Duett

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Ich bin ein Suppenkasper. Ich mag Suppen sehr gerne – das ganze Jahr über – ok, bei 40 Grad im Schatten, da koch ich keine mehr und ein kalte Gazpacho ist echt nicht so meine Sache.

Und wo jetzt der Frühling ist, kommt frau am Spargel und Rhabarber nicht vorbei. Spargel ist auch so vielfältig in der Küche zu verwenden (wie eigentlich jedes Gemüse). Als gekochte Stangen zu Schinken und Boznersoße, Risotto, Carpaccio, in herzhaften Tartes oder Quiches. Oder als klassisches Spargel-Gericht eine Spargelcremesuppe.

Und ich habe bei Maria grünen und weißen Bruchspargel gekauft. Ideal für ein oder zwei Süppchen: grün und weiß.

für 4 Personen oder 4 Teller Suppe brauchst du also: 4 Handvoll grüne, 4 Handvoll weiße, 4 Frühlingszwiebeln, 2 mittelgroße Kartoffeln, 750 g Gemüsebrühe, 300-500 g Wasser, Salz, Öl.

Den  weißen und grünen Bruch-Spargel waschen und klein schneiden, wobei ich die Spitzen beiseite lege, die koche ich nämlich nie mit. Die Frühlingszwiebeln  schneiden, die Kartoffeln schälen und würfeln.

Nun in 2 Töpfen ein wenig Öl erhitzen. Die Frühlingszwiebel und Kartoffeln auf die 2 Töpfe gerecht aufteilen, die Spargelstücke nach Farbe separat in jeweils einen Topf geben und alles anschwitzen, dabei hin und wieder umrühren und nicht zuviel Farbe annehmen lassen. Mit Gemüsebrühe und wenig Wasser  aufgießen und weich kochen gelassen. Beide Suppen pürieren und durch ein Sieb passieren. Mit Salz abschmecken, nochmals kurz in den Töpfen erhitzen und in Gläsern „schichten“ oder in tiefen Tellern anrichten. Mit den rohen Spitzen dekorieren und servieren. Diese Suppe schmeckt sehr spargelig-gut mit den knackigen Spargelspitzen, mmm. Wieder so ein „pur-Genuß“ ohne viel Firlefanz. Und ausserdem ein neuer Beitrag für den tierfreitag.

 

Teigtaschen (frittiert) mit viel Grün

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Ich bin auf der grünen Welle. Und ich habe noch lange nicht genug. Mein momentanes Lieblingsgemüse musste ich unbedingt heute wieder auf den Teller bringen: Puntarelle oder Chicoreespargel. Diese feinen Bitterstoffe – ich könnte mich hineinlegen, so gut sind die. Dieses Mal habe ich die zarten Knospen in rohem und die Blätter aussen in gekochtem Zustand  in dieses einfach phänomenale kleine Gericht verpackt um einen neuen Beitrag zum heutigen tierfreitag#4 vorzustellen.  Voilá:

Teigtaschen (frittiert) mit viel Grün

Für 2 Personen:

Teig:

120 g Vollkorn-Dinkelmehl frisch gemahlen

50 g Wasser

2 El pflanzliches Öl

1 Prise Salz

Zu einem Teig kneten und in Folie eingewickelt eine halbe Stunde rasten lassen.

Füllung:

Puntarelle

Erbsen (vom letzten Gartensommer tiefgekühlt)

1/4 Zwiebel gelb

5 cm Lauchstange weißer Teil

3 St Wakame-Algen getrocknet

2 Knoblauchzehen

50 ml Wasser

2 EL Sonnenblumenkerne

2 EL gemahlene Mandeln mit Schale

1/2 kleine Zitrone (vom eigenen Baum)

Vogelbeerensalz

Pfeffer frisch gemahlen

2 El Pflanzenöl

Gemüse waschen. Zwiebel, Knoblauch und Lauch in Würfel schneiden. Puntarelle: die Blätter samt Stängel aussen abreißen. Die Stängel samt Blätter in Streifen schneiden, dabei die helleren inneren Blätter ganz lassen. Das Herz, also die Blütenknospen  herausbrechen. Die ganzen helleren Blätter und die Blütenknospen auf den Tellern schön anrichten.

In einer Pfanne das Öl erhitzen. Zwiebel, Lauch und Knoblauch andünsten. Das restliche Gemüse dazugeben und alles ein paar Minuten dünsten, dabei das gelegentliche Rühren nicht vergessen Mit wenig Wasser ablöschen. Die Algen hinzufügen. So lange dünsten lassen bis das Wasser verdunstet ist. Das Gemüse ist nicht zu weich gegart. Nun die Sonnenblumenkerne, die gemahlenen Mandeln zur Bindung hinzufügen. Mit  Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen zum Kühlstellen.

Fertigstellung:

High-Oleic-Sonnenblumenöl in einem Pfännchen erhitzen.

Arbeitsfläche mehlieren, Teig vorsichtig dünn ausrollen. Achtung: Teig reißt leichter, als solcher mit Ei.  Zu Vierecken a 10 x 10 cm schneiden. Jeweils 1 knappen EL Füllung hineingeben. Zu Dreiecken legen und Teig zusammenpitschen (zusammendrücken). Und sofort frittieren, sonst bricht der Teig. Das heißt flink arbeiten ;-). Teigtaschen 1 mal wenden und auf Küchenrollenpapier zum Entfetten legen.

Für eine Vorspeise reichen 3  Teigtaschen pro Person, dann reicht die oben angegebene Menge für 4 – 6 Personen.

Ich habe aus dem Teigrest einen kleinen Strudel gemacht und im Backofen gebacken. So haben wir morgen auch noch was Gutes. Hier habe ich den Teig vor dem Backen mit Öl bestrichen und bei 180°C  U-O-Hitze etwa 30 Minuten gebacken.

Grüner geht immer – wieder ein grünes Kraftpaket im Glas

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grüner geht immer mehr… bei mir zumindest ist das so. Modemässig hab ich mich schon grün eingedeckt – herrlich. Und die Wiesen werden langsam grüner. Und die ersten Bäume im Tal zeigen einen leichten grünen Hauch – oh wie ich das liebe, dieses erste zarte Grün im Frühling. Jedes Jahr kommt es mir vor wie ein kleines Wunder, wenn die Pflanzen ihr Winterkleid abstreifen, die Pflanzensäfte aktivieren und ergrünen. Der Sonne entgegen strecken um mit ihrer Hilfe Energie zu produzieren. Dieser komplizierte Vorgang wird Photosynthese genannt und ihr habt sicher davon gehört. Kleine Photovoltaikanlagen – aber ECHTE GRÜNE KRAFT. Ohne Umweltverschmutzung oder großem Energieverbrauch (da vorher keine PV-Platten etc. produziert werden müssen). Pflanzen sind echte Vorbilder für uns!

Und dieses grün. Dieses Pflanzengrün ist nicht nur schön anzuschauen. Diese grüne Farbe ist gesund für unsere Augen. Wer viel am Bildschirm arbeitet oder liest sollte zwischendurch einen Blick ins Grün werfen – das entspannt!  Ausserdem können wir dieses Grün auch essen. Nicht alles – aber einiges. Man muss es nur kennen. Wer von Euch im Garten, oder in einer naturnahen Wiese grün von der Vogelmiere, Giersch, Brennnessel, Löwenzahn entdeckt – bitte zugreifen. Zwei Händevoll pro Person reichen für ein Glas oder einen Salat.

Eine liebe Nachbarin hat mir gestern einen Sack voll Vogelmiere geschenkt. Sie arbeitet im Tal drunten als Gärterin in einem Biobetrieb und da gedeiht sie im Glashaus ohne Ende. Die wilde Vogelmiere. Und sie muss gejätet werden, damit Platz für die zahmen Pflanzen ist.

Als ich gestern Abend nach Hause kam und den Sack voll GRÜNEM GOLD gesehen habe – hat mein Herz einen Holperer gemacht vor Vorfreude. Schnell habe ich die Kräuter gewaschen und verarbeitet.

Ich habe z.B. reichlich Vogelmierenpesto gemacht. Ein Glas davon hab ich der edlen Spenderin heute Morgen nach unserer gemeinsamen Bahnfahrt geschenkt. Geben und nehmen – das ist sehr wichtig, finde ich.

Und danach habe ich mir ein Glas frisch gepressten grünen Saft gegönnt. Dieses Mal mit 1 reifen Banane und 1 Apfel. ooooooooh das war was Feines ….
Mehr … mehr … davon……. halt – langsam. Ein Glas ist genug pro Tag. Zuviel ist auch vom gesunden Saft nicht gesund.  Der Körper kann eh nicht so viele  Vitamine, Vitalstoffe, Mineralstoffe auf einmal aufnehmen, also jeden Tag ein bisschen ;-).

Und so ein Saft  ist auch noch tierfreitag-geeignet. Na dann!