Bitterbrot macht Wangen rot

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Jetzt ist Frühlingslöwenzahnzeit, wann, wenn nicht jetzt kann man ein feines Brot backen, das mit dem bittergesunden Kraut richtig schön aufgekräutert wird.

Es gibt 2 Methoden Kräuter in ein Brot zu (b)packen.

Bei der 1. Methode wird Wasser (oder andere gewünschte Flüssigkeit) mit dem gewünschten Kraut fein aufmixen und damit mit dem Mehl, Salz, Triebmittel (Germ) den Teig kneten.

Bei der 2. Methode verknetet man die Flüssigkeit mit dem Mehl, Salz und Treibmittel zu einem Teig, lässt ihn gehen und nach der Gehzeit knetet man das klein geschnittene Kraut unter den Teig.

Letzte Woche gab es bei mir zur Frühlings-Wiesen-Safari das Löwenzahnbrot nach Methode 1.  Und heute habe ich das Brot mit der 2. Methode gebacken.  Ich habe heute dabei richtig richtig viel Löwenzahnkraut samt Knospen untergeknetet und heute hat das Brot eindeutig Bitternoten. Ist ein wenig ungewöhnlich und ungewohnt, aber  ich habe gerade eine Scheibe davon genossen und dazu ein Glas bester nicht-homogenisierter Heumilch von der Algunder Sennerei getrunken.

Leute, das war köstlich!

Das alte Sprichwort: Milch und Brot macht Wangen rot, habe ich heute geändert in: Bitterbrot macht Wangen rot… die Bitterstoffe regen die Leber und somit die Verdauung an, das ist somit sozusagen ein Gesundheitsbrot (für mich).

 

Zum Anbeißen gut… rrooar…Brot mit Löwenzahn

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Der Regen gestern und vorgestern hat richtig gut getan, denn nicht nur der Sahara-Sand wurde weg gewaschen, auch die Pflanzen haben auf ihn gewartet um los zu sprinten und alles ist heute satt-grün und es sprießt allerorten: zarte Schafgarbenblättchen, die Gierschblättchen, die Veilchen und die Gänseblümchen im Garten strecken ihre sauber gewaschenen Köpfchen in Richtung Sonne. Und auch der Löwenzahn explodiert nahezu.. vor 3 Tagen noch winzig sind die Blätter unglaublich gewachsen und in wenigen Tagen wird es gelb leuchten, da hat es mich gejuckt wieder mal ein Brot zu machen mit diesem sonnigen kraftvollen Kraut, das gerade jetzt im Frühling DAS Putzerkraut für unsere wintergebeutelten Körper ist… da brauchen wir kein Goji, Acaj, Chia und wie all die Super-von-weit-weg-hergekarrten Lebensmittel heißen. VOR der Haustüre wächst es, das überhaupt nicht schlichte, mit besonders gesunden Inhaltsstoffen strotzdende Löwenzahnpflänzchen… und das was wir tun müssen ist: bücken, herausstechen, putzen, waschen und genießen… roh als Salat, gepresst zu Saft.. in Knödel… oder in ein Brot gepackt. Bereits letztes Frühjahr hab ich vom Löwenzahnbrot berichtet, da hab ich kein Kastenbrot, dafür Zöpfchen vorgestellt…

Nehmt euer Standard-Brotrezept und die Flüssigkeit mixt ihr mit frischem sauberen Löwenzahnblättern, inklusive dem Wurzelstrunk und den Knospen. Gebt die Flüssigkeit zum Mehl-Hefe-Gemisch und knetet es wie üblich zum Brotteig. Formt Brötchen oder Brot… backt es nach eurer Fac0n und genießt es.. vielleicht mit einem Löwenzahnbutter? einem Löwenzahngelee…. wie auch immer.

Und falls sich jemand wundern sollte, was da im Hintergrund für ein Buch steht?! Das ist mein 1. Kochbuch und es ist letzte Woche am 6. April 2016 erschienen… jippieh…

 

Brot mit Löwenzahnkraft

Am vergangenen Sonntag hab ich ein ganz besonders feines und gschmackiges Brot gebacken. Aus 1 kg Mehl, 10 g Germ (frischer Hefe), 200 g Vorteig aufgefrischt (paté fermentéé) und 600 Wasser. Und etwa 22 g Salz.

Wobei das Wasser nicht ganz ohne war, denn ich habe ordentlich Löwenzahn (Blätter, Knospen, Blüten) mit dem Wasser fein gemixt.

Aus allen Zutaten habe ich dann einen Brotteig geknetet und über Nacht (vom Samstag auf Sonntag) im Kühlen gehen lassen. Am Sonntag habe ich 1 Kastenbrot, 12 Drehbrötchen und mit 200 g noch einen Spargelstrudel (MIttagessen) gebacken.

Das Kastenbrot ist sofort nach dem Abkühlen in den Tiefkühler gewandert, da ich es für den Donnerstag brauche, denn da mache ich einen Wildkräuterspaziergang im Nachbardorf… statt Besen werde ich wohl einen Regenschirm mitnehmen und rüberfliegen ;-).

2 Dreherl (brötchen) habe ich in Scheiben geschnitten und 3 Nachbarskindern zum Verkosten gegeben. Die waren begeistert, so wie ich auch. Soooo einen guten Geschmack hat dieses feine Wiesenkraut dem Brot verliehen und auch die Farbe war wunderbar: Aussen sonnig-goldbraun und im Innern ein grünes Herz.

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