WurzelKüche

Sodele, die 1. WurzlSafari 2017 ist Geschichte. Ich habe ja einiges für meine WurzlSafari-Begleiter an Kulinarischen vorbereitet.  Unter anderem einen mit Nelkenwurz aromatisierten Quitten-Zierquitten-Apfel-Trunk, der kalt oder heiß wunderbar genossen werden kann. Und das Feste, das übrig bleibt, schmeißt frau doch nicht einfach weg, sondern macht daraus köstliches Fruchtmus – ein feines leichtes Dessert. Ich hab die Früchte durch die Flotte Lotte getrieben und danach nochmal im Mixer fein püriert. Und tja, alles kriegt man da ja nie sauber heraus, also ist mir spontan eingefallen 2 Esslöffel extra mehr drin zu lassen und mit Zugabe von ein bissl Wasser hab ich das Ganze noch mal volle Pulle gemixt. Daraus ist ein neues Dessert entstanden:  eine luuuuuftig leichte Fruchtwolke – ein anderes Wort fällt mir grad gaaar nicht ein. Und sooo schnell gemacht.. auch in Zukunft für Gäste..  und man kann bei der Fruchtmuswahl problemlos variieren, ob Apfel, Birne, Quitte, Marille, Pfirsich, Mango, Ananas…..

IMG_7620.jpgIMG_7621.jpg

Und zum Abschluß bekamen gestern noch die letzten Gäste, die nicht früher gehen mussten einen Blümchenkaffee serviert. Aus selbst geernteten Löwenzahnwurzeln, die ich gebürstet, klein geschnitten, gedörrt, geröstet und fein gemahlen habe. Aufgegossen mit heißem Wasser war das ein ausserordentlich guter Ersatz-Kaffee – feinbitter im Abgang.

Tja und der aufgebrühte Pulvermatsch, den hab ich heute in einen Brotteig dazu gegeben und daraus Löwenzahnwurzelkaffeepulver-Baguette gebacken.

Das Rezept ist eigentlich in meinem Buch drinnen, aber ich habs abgewandelt und statt der Kräuter hab ich halt den feuchten Pulverbrei untergeknetet. Noch ist es heiß das Brot, also heißt es abwarten ob es gut schmeckt… ich denke ja… auf alle Fälle hab ich so die Wurzel wirklich wirklich gut verwertet und nix weg geschmissen. Das Grün ist übrigens auf der Darre gelandet, damit ich später dann Löwenzahnblätterpulver machen kann…

IMG_7619 (1).jpgIMG_7598.jpgIMG_7618.jpgIMG_7625 (1).jpg

Nachtrag: das Brot ist sehr gut gelungen. Es ist natürlich dunkler geworden und man schmeckt die feine dezente Bitternote heraus. Die Kruste ist zwar rösch, aber irgendwie ein wenig weicher als ohne den Löwenzahnzusatz. Falls ihr also Blümchenkaffee von Taraxacum officinale machen wollt, nur zu! Und vergesst nicht den Brei weiter zu verarbeiten. Es lohnt sich absolut! Habt eine gute Woche!

6 Gedanken zu “WurzelKüche

    • Ach Attila… daaaaaanke dir. Ja mir liegt es schon sehr am Herzen, dass es meinen lieben Gästen gut geht. Ich finde, so eine Safari wird erst durch gute Essbarkeiten so richtig gut abgerundet.
      Du und deine Liebste experimentiert ja auch so ganz toll…
      Schade, dass wir nicht näher beinander leben, sonst könntet Ihr auch dabei sein, bzw. unsere Köstlichkeiten gegenseitig verkosten 🙂
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Alexia

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.