vom Brotklee – dem südtirolerischen

IMG_5872.jpgIMG_5877.jpgBrotklee oder auch Zigainerkraut  wird er hier in Südtirol genannt, der Schabzigerklee – Trigonella caerulea. Ein Schmetterlingsblüter, der kugelige hellblaue Blütenstände hat. Und einjähig ist er dazu. Zauberhaft anzuschauen… und in immer mehr Gärten findet man es wieder dieses schöne zarte Kräutlein…

In den letzten Wochen wurde ich jetzt ein paar Mal wieder gefragt wann denn der Brotklee zu ernten wäre, irgendwie schmeckt der gemahlene Brotklee nicht und auch die Farbe ist nicht schön grün. Nun ich habe die Gärtnerinnen gerne aufgeklärt und ich mache es hier nun schriftlich.

Brotklee wird, wie der Name schon sagt, als Brotgewürz besonders gerne hier in Südtirol für typische Brotsorten verwendet, wie z.B. die Vinschgerlen, oder die Puschtra Breatlen. Es gibt auch Brotgewürzmischungen für Vinschgerlen da findet ihr Brotklee, Kümmel, Fenchel, Koriander und evtl. auch Anis.

Ich selber mahle/ mörsere mein Gewürz selber und auch in meine Roggenmischbrote mit Sauerteig kommt immer auch Brotklee dazu.

Der Brotklee wurde früher nicht nur zum Würzen ins Brot gegeben, sondern das duftende Kraut diente auch zur Schädlingsabwehr.

Der Brotklee gedeiht nicht überall gerne, denn er mag es ein wenig kühler und ab einer bestimmten Höhenlage. Und wenn man nicht zu fleissig alles abschneidet, dann sät er sich gerne selber aus. Wenn man dann im Herbst den Garten nicht so sehr aufräumt und im Frühling nicht allzu früh alles umgräbt dann kann man sich an den schönen hellgrünen jungen Pflänzchen erfreuen die dann keimen. Dann, wenn es Zeit wird Gemüse und anderes im Garten anzupflanzen bzw. auszusäen, dann ja dann wird es auch Zeit die jungen Pflänzchen zu versetzen, sonst wird es ein bissl knifflig mit der folgenden Gartenarbeit.

Jetzt im Juni blüht der Brotklee bereits und jetzt ist es auch Zeit die blühenden Triebe abzuschneiden und an einem schattigen Plätzchen zu trocknen. Durch das Trocknen erst kann man dann den typischen Duft riechen, ein wenig nach Heu und wenn man ihn pur kostet dann ist er ein wenig bitter.

Das getrocknete Kraut vermahlt man dann zu feinem grünen Mehl, das dann als Gewürz verwendet werden kann.

Schneidet man das Kraut aber zu spät, dann wenn es bereits braun wird und komplett verblüht, dann bekommt man kein grünes Gewürzmehl mehr, sondern ein braunes irgendetwas, was nicht wirklich mehr gut schmeckt. Also nicht zu spät schneiden…und nicht alles…immer nur die blühenden Triebe, gerne auch einzelne (verblühte) Samenstände, wie ihr es auf den Bilder erkennen könnt, kurz vor und kurz nach der Ernte und vor dem Trocknen. Ich hoffe, dass ihr nun in Zukunft den Brotklee richtig erntet und ein gutes Brotgewürz für euer Brotbacken erhaltet… Gutes Gelingen wünsch ich euch 🙂

 

 

 

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