Sonntagsfeines Winter-Essen

Vergangenes Wochenende hat Frau Holle so richtig die Federbetten ausgeschüttelt und auch ich durfte wieder mal so richtig meine Arm-Muckis spielen lassen. Schöpfen ohne Ende… Schneehügel vor der Haustüre, Bäume und Sträucher mit riesigen weißen Hauben bedeckt. Einfach wunderbar anzuschauen, nach getaner Arbeit und müdem Rücken . Und die Zaubernuss, bekannt auch als Hamamelis die blüht trotzdem oder vielleicht erst Recht. Wunderschön anzusehen, oder?

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Und weil Frau Landkräuter auch Luxus kann, hat sie so richtig in die Vollen geschöpft: Rehrücken ausgelöst, gesalzen, gepfeffert und in schwarzplenten Mehl gewälzt. Von allen Seiten angebraten und ruhen gelassen. Dazu noch ein Sößchen (Bratensatz abgelöscht mit Rotwein, reduzieren lassen und mit kalter Butter gebunden), frisch gemachten Spinatspatzlen (Jungspinat-Zwiebel-Käse) und in Butter angeschwenkten frate di barba  „barba di frate“(Mönchsbart) (Korrektur am 14.3.16:  Helga, eine treue und aufmerkame Leserin hat mich heute auf einen Fehler aufmerksam gemacht ! Danke Dir! Da hat sich ein lustiger Wortdreher hineingeschmuggelt… frate di barba wäre nämlich der Pater des Bartes, und der wäre ein wenig schwer verdaulich hihihihi.), die nur eine leichte Prise Salz brauchen um richtig gut zu schmecken.

 

 

Das war so ein richtiger Sonntagsfeiner Schmaus!

Dieses Stück Fleisch vom Rehrücken, war wirklich teuer.  Vor 2 Jahren ist mir nämlich ein Jung-Rehbock ins Auto gelaufen. Er war sofort tot, Genickbruch.  Aber einfach so liegen lassen, war nicht drin. Ich hab das tote Tier nach Absprache mit einem Jäger, der den Vorfall dann dem Jagdaufseher mitgeteilt hat, mitgenommen zu meinem Vater, einem Metzgermeister, der es dann für mich hergerichtet hat, so dass ich zum großen Blechschaden auch einen kleinen Nutzen hatte. Und  es war das letzte Stück vom Reh, das ich aus meinem TK-Vorrat geholt habe. Und auch mein 4-beiniger Freund hat die Knochen genossen.

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