Gartenkräuterbrot und Frühlingsvorfreude

IMG_8787

Kurz bevor die wilden Kräuter bei mir im Garten so richtig los starten hab ich innerhalb von 4 Tagen 2 Mal Gartenkräuterbrot gebacken… das 1. Mal für die Aufschnittplatten zum 80. meines lieben Tatas und letzten Mittwoch für meine „Nachgeburtstagsfeier“ nach der Chorprobe. Das Brot habe ich aus Mangel an Dinkelmehl mit Weizenmehl nach meinem Standard-Germteig-Rezept gebacken:

Auf 1 kg Mehl, kommen noch dazu etwa 10 g frischen Germ, 1 Tasse Dinkel-Poolish (Vorteig, fast so eine Art Sauerteig), 20 g Salz und 650 g kaltem Wasser. Aus den Teigzutaten einen Teig verkneten und über Nacht im Kühlen gehen lassen. Am nächsten Tag dann zum Teig gehackte Kräuter unterkneten. Ich habe tiefgefrorene Petersilie und Schnittlauch verwendet. Teig portionieren und daraus dann Brötchen oder Baguette oder was auch immer formen und auf mehlierte oder mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen. Nochmal gehen lassen und dann mit einem scharfen Messer einschneiden. Backofen auf 250 °C vorheizen. Kurz ich bevor die Bleche dann reinschiebe schütte ich eine Tasse Wasser auf den heißen Backofenboden und schwupps rein in den Ofen bevor der Dampf draussen ist. Brote etwa 10 Minuten backen lassen, dann die Ofentür kurz öffnen, damit der Dampf entweicht und fertig backen bis die Brote eine schöne goldbraune Farbe haben und es beim Test (Klopfen auf die Unterseite des Brotes) hohl klingt. Aus dem Ofen nehmen und mit jedem weiteren Blech so verfahren. Die Brote auf Gitter auskühlen lassen.

Der Familie hat das Brot geschmeckt und meine GesangskollegInnen haben das Brot und den dazugehörigen Belag (Aufschnitt, Wurst, Käse) verputzt, dass ich keinen Zweifel hegen musste, dass es etwa nicht gut gewesen wäre 😉 .

Locker, dezent gesalzen, fein kräuterig… ein frühlingsfrisches Brot halt.

.. hey und bald kann ich frische Kräuter verwenden, wie ich mich darauf freue!

Ich habe gestern mal den Garten genauer inspiziert: der Bärlauch schaut schon ganz vorwitzig heraus, die Brennnesseln scheuen sich noch sehr, die Gundelrebe hingegen blüht schon an der Mauer (!),  vom Giersch ist noch gar nichts zu sehen, dafür spitzt der Zigori (Löwenzahn) schon hervor… ein paar warme Tage noch  und schwupps kann ich mir schon ein paar Rosetten stechen und mir einen Putzer-Salat zubereiten. Denn Löwenzahn, so vorwitzig-frisch ist der perfekte Start in den Frühling für unseren Körper. Er regt die Leber an und wir können in das neue Kräuterjahr bestens hinein starten. Feinbitter und zart….mmmh… die Vorfreude ist soooooo groß!!!

Advertisements

3 Gedanken zu “Gartenkräuterbrot und Frühlingsvorfreude

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.