Brot 01-15

Dinkel - Purpurweizen- Nuss - Brennnesselfrüchte Brot

Dinkel – Purpurweizen- Nuss – Brennnesselfrüchte Brot

Ich backe seit Jahren mein Brot selber. Nur sehr sehr selten kauf ich mal ein Brötchen im Laden…. Ich nehme mir die Zeit gerne, denn so viel Aufwand ein Brot zu backen ist es gar nicht und teurer ist es auch nicht, ausserdem gibt es nicht überall Bio-Brot zu kaufen. Ich verbacke dann meistens etwa 1 – 1,5 kg Mehl und mache Brötchen oder Kastenbrot, das ich in Scheiben schneide und dann einfriere. So machen das in meinem Dorf einige Frauen!

Mein 1. Brot im Jahr 2015 ist gar nicht 08/15, sondern ein:

Dinkel-Purpurweizen-Haselnuss-Brennnesselfrüchte-Brot

mit 2/3 Dinkelmehl 630 und 1/3 Vollkorn-Purpurweizen, Piemonteser Haselnüsse, Brennnesselfrüchte.

Auf insgesamt 1 kg Mehl habe ich 5 g Germ, also Hefe, sowie eine Handvoll Dinkelansatzteig, so eine Art Dinkelsauerteig, den ich seit einem halben Jahr bei mir beherberge so wie meinen verehrten Roggensauerteig. 20 g Steinsalz, sowie Wasser etwa 600 – 650 g.

Alles gut miteinander verknetet und gehen lassen.

Durch die Verwendung von so wenig Germ, germelt es auch nicht so sehr wie das gekaufte und ich vertrag es deshalb auch besser. Die Kombination aus wenig Germ und Dinkelansatzteig ist richtig gut. Der Teig ist richtig schnell aufgegangen, der einzige Nachteil ist halt, dass der Teig relativ flüssig ist und sich daraus nicht so gut Brötchen backen lassen, weil die  dann eher „zerfließen“. Aber in 2 eingefetteten und mehlierten Kastenformen geht der Teig dann nach oben, wie gewünscht (und nicht auf die Seite).  Nach dem Gehen des Teiges habe ich den Teig  halbiert, mit wenig Mehl mithilfe der Hände noch gut durchgeknetet, flach gedrückt, geröstete Haselnüsse  in die Mitte verteilt und zu einem länglichen Laib gedreht. Diese Laibe dann in jeweils 1 Kastenform gelegt, mit wenig Wasser benetzt und mit reichlich Brennnesselfrüchte bestreut. Zugedeckt noch etwa 20 Minuten gehen lassen und mit einem Messer der Länge nach etwa 2-3 cm tief eingeschnitten. Den Backofen auf 200 °C vorgeheizt, dabei eine Schale mit Wasser auf den Boden gegeben und das Brot etwa 15 Minuten backen lassen, die Temperatur auf 180 °C reduziert und dann weitere 30 Minuten fertig gebacken.  Und natürlich habe ich den Klopftest gemacht, damit es sicher durch ist. Falls es nämlich nicht hohl klingt, muss das Brot halt noch ein paar Minuten länger drinnen bleiben.

Durch den frisch vermahlenen dunkelroten Purpurweizen ist das Brot auch dünkler geworden, man sieht rötliche Punkte. Aber das Brot schmeckt fein leicht nussig und ist sehr locker (das sieht man auch). Und mit den grünen Brennnesselfrüchten ist es dazu nicht nur noch einen Tick gesünder, als Gekauftes, denn ausser dem Germ und dem Wasser (aus der Pipn – dem Wasserhahn) ist alles biologisch – ist eh klar und es sind keine anderen Zusätze drinnen. Was will frau-mann-kind mehr?

Ein wenig Butter mit einer selbstgerührten Kumquatmarmelade auf so ein Scheibchen Brot drauf verteilt… und ein Tässchen feinsten Grüntee dazu getrunken und die Woche  kann beginnen.

Und wie hast du die neue Woche begonnen? Auch mit einem guten Brot? Oder mit einem Müsli?

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13 Gedanken zu “Brot 01-15

  1. Hoi Alexia,
    wir backen unser Brot auch selbst.
    Nach einigem hin und her haben wir jetzt einen guten Kompromiss gefunden der auch den Kindern schmeckt 🙂
    1kg Dinkelmehl, etwas Vollkornmehl, 10g Trockenhefe, Salz, Gewürze, Wasser: den ganzen Tag gehen lassen, am späten Nachmittag alles durchknete und Leibe formen, nochmal gehen lassen für mind. 1 Std und im Backrohr bei 200° ca. 25 Min + 150° nochmal 30° (ungefähr…)
    Allerdings wird die Kruste ziemlich hart – am ersten Tag gehts noch – am zweiten Tag wirds dann schon richtig anstrengend beim Kauen.
    Hast du einen Tipp für uns?
    LG aus Meran
    Elisabeth

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    • Hoi Elisabeth,
      gibtst du auch immer Wasser auf den Boden? Ich schütte manchmal etwas direkt auf den heißen Ofenboden kurz bevor ich das Brot hinein gebe oder gebe eine hitzefeste Form mit Wasser auf den Ofenboden während der Ofen vorheizt.
      Nachdem ich das Brot eingeschoben habe, lasse ich es 5 – 10 Minuten drinnen und öffne kurz die Ofentüre, damit der Dampf wieder entweichen kann.

      Das fertig gebackene Brot, vor allem das Sauerteigbrot streiche ich noch heiß mit wenig Wasser ein, dann bekommt es einen schönen Glanz.

      Ansonsten friere ich das Brot immer ein, entweder die Brötchen einzeln oder die großen Brote in Scheiben. Wenn man sie direkt im Backofen oder im Toaster aufbäckt schmecken sie fast wie frisch gebacken. Die Brötchen mache ich vor dem Aufbacken aussen ein wenig nass (mit Wasser).
      Wenn du es nicht einfrieren möchtest rate ich dir das Brot etwas heißer zu backen, damit die Kruste fester wird. Die Kruste schützt vor dem Austrocknen. Also statt 200 würde ich mal 230 ° anfangs backen und dann die Hitze auf 190 °C zu reduzieren, dafür dann kürzer backen.
      Man muss einfach ausprobieren….
      Liebe Grüße zurück
      Alexia

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  2. Dieses Brot sieht sehr lecker aus – wie bzw. besser als vom Bäcker :-). Ich backe oft Brot, aber nicht immer. Im Moment ist mein Favorit ein Mischbrot mit ca. 5 g Hefe und ca. 50 g Roggensauerteig auf 500g Mehl. … Dein Dinkelbrot werde ich sicherlich demnächst ausprobieren. Habe allerdings nur einen Roggensauerteig… Liebe Grüße, Birthe

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    • Hallo Birthe,

      vielen Dank! 🙂
      Wenn du das nächste Mal reines Dinkel-Hefe-Brot machst, dann salze den Teig doch zuerst noch nicht und entnimm nachdem der Teig gegangen ist eine halbe Hand davon weg. Den Brotteig zum Verbacken kannst du jetzt ja salzen und kräftig kneten. Das kleine Teigstück hingegen gibst du in ein Schraubglas (oder Schüssel mit Deckel) gibts noch 2 EL Dinkelmehl und 1 El Wasser hinzu, verrührst das Ganze, verschließt das Glas und lässt es bei Raumtemperatur gehen bis sich Bläschen zeigen. Dann ab in den Kühlschrank. Vor dem nächsten Backen frischst du das wieder auf mit Wasser und Mehl. Lässt es eine halbe Stunde gehen. Die Hälfte oder 2/3 verwendest du für dein Brot… und den Rest wie Punkt 1. Diese Art von Sauerteig wird von Mal zu Mal triebstärker! Das kennst du ja vom Roggensauerteig her….
      Viel Erfolg beim Backen
      Liebe Grüße Alexia

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  3. Brot backe ich nicht mehr selbst, um mich herum sind 4 Bio-Bäcker, der eine davon mahlt sogar noch sein Getreide selbst. Trotzdem sieht Deins natürlich sehr gut aus und reizt, doch mal wieder selbst zu backen. 🙂
    Lass es Dir schmecken. 🙂

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