GärtnerInnen aufgepasst: Saatgutfest in Südtirol!

saatgutfest_ 2015

Danke Sabine für die Einladung… werde mir den Tag merken 🙂 und ich hoffe es kommt mir nix/ niemand dazwischen.

Gegen die Saatgutindustrie kann man nur so was veranstalten, wie es die lokalen/ regionalen SaatgutvermehrerInnen machen: gutes, richtig gutes Saatgut vermehren und unter die Leute bringen, damit wir ein bisschen freier sind. Denn so ein Saatgut können wir dann auch selber vermehren. Die meisten Samen, die wir heutzutage im Baumarkt, Geschäften finden sind konventionell und oder hybrid (unvermehrbar) und stammen von riesigen Konzernen, die ausserdem noch die Spritzmittel herstellen und verkaufen. Wenn man Pech hat, sind die Samen auch noch kontaminiert…. Gentechnik und was weiß denn ich noch mal. Auf jeden Fall nicht besonders lecker für den eigenen Garten, finde ich!

Ich widerstehe und ich hoffe immer mehr Menschen auf der Welt schaut genau hin welches Saatgut mir in die Tüte hähemm.. in den Garten kommt.

Nachtrag:

Danke liebe Stadtpflanze für deine Informationen im Kommentar. Du hast Recht. Hybriden sind vermehrbar, das hab ich falsch geschrieben und hab das auch oben korrigiert.

Der Unterschied zwischen samenfesten und hybridem Saatgut ist aber sehr groß. Im echten „Bio“-Anbau und -Saatgutvermehrung sind hybride Samen nicht wirklich erwünscht.  Hybride stammen aus Inzuchtlinien und wenn GärtnerInnen Samen von der so tollen Frucht für sich weitervemehren möchten gelingt das leider nicht wirklich gut, denn die daraus vermehrten Pflanzen haben nicht mehr dieselben Eigenschaften wie die „Mutterpflanze“. Aus der fruchtigen, großen, schönen Tomate kann dann eventuell eine kleine saure, oder eine riesige süße entstehen. Aus jedem Samen kann eine andere „Sorte“ wachsen. Das ist dann ein Experiment. Das ist sicher spannend für den einzelnen Gärtner, der genug Platz im Garten hat.

Die Gefahr die von Hybrid-Saatgut ausgeht ist jedoch nicht zu unterschätzen, denn sie birgt die Gefahr, dass alte Sorten noch mehr verschwinden. Die alten Sorten sind durch jahrtausendelange Selektion entstanden. In jeder Region sind verschiedene Sorten weiter entwickelt worden, die genau zum Klima und den Böden gepasst haben. Sie waren/ sind angepasst.

Darüber gibt es zuhauf Informationen im Internent z.B. bei Bantam oder kultursaat oder wikipedia    oder Schrot und Korn und und und….

Dazu stell ich euch noch ein Video von Vielfalt erleben ein, das recht interssant ist:

Ein hoch aktuelles Thema, über das jeder wirklich nachdenken sollte. Oder?

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5 Gedanken zu “GärtnerInnen aufgepasst: Saatgutfest in Südtirol!

  1. Danke für das Aufgreifen dieses Anliegens. Ich denke ebenfalls, dass „alte“, regional angepasste Sorten sehr wichtig sind und man sie unterstützen sollte. 🙂

    Eine kleine „Korrektur“ muss ich aber doch machen: Hybride kann man vermehren. Ein Hybrid ist die zweite Generation, wobei in der ersten Generation zwei verschiedene Variationen vorliegen. Wenn man sie vermehrt, bekommt man in der dritten Generation nicht das selbe, wie in der zweiten Generation – DAS ist der Nachteil. Wenn du aus einer Hybridpflanze Samen ziehst, weißt du erst einmal nicht, was du bekommst – und du bekommst in gewisser Weise eine „suboptimale“ Planze. Das heißt aber nicht, dass du eine schlechte Pflanze bekommst, sie ist vielleicht nur nicht ganz so ertragreich oder hat Früchte einer gewollten Einheitsgröße, wie in der zweiten Generation. 🙂 Denn „Hybrid“ heißt erst in dem Zusammenhang einmal nur, dass die Elterngeneraltion aus zweit verschiedenen Variationen besteht.

    Es gibt vor allem industriell genutztes Saatgut, das kernfreie (=samenlose) Früchte produziert. Nur diese kannst du nicht selbst weiter vermehren – Hybride kannst du weiter vermehren, du darfst nur nicht das selbe Ergebnis erwarten, wie zuvor. Tatsächlich kannst du aber privat Hybride nutzen, um durch eigene Züchtung (also indem du nur die besten Pflanzen über mehrere Pflanzengenerationen weitervermehrst) eine gute Variation „zurückzugewinnen“. 🙂

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    • Vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast Recht. Ich hab das falsch geschrieben, bzw. einfach wichtige Information weg gelassen. Hybride sind halt nicht oft erwünscht, vor allem bei jenen die Sorten vermehren, weil man keine „sortenreine“ Samen hat und diese dann nicht wie gewünscht vermehren kann.
      Werde das berichtigen.

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  2. Hallo liebe Alexia!!!
    An dieser Stelle (endlich!) ein ganz ganz herzliches Dankeschön für de Zusendung, den Gewinn deiner Räuchermischung! Sie ist gut und wohlbehalten bei mir angekommen.
    Ich habe vorher noch nie eine Räucherzeremonie selbst veranstaltet, aber Dank deiner Inspiration und wohlriechenden Räuchermischung bin ich nun auch hiermit bereichert worden!
    Vielen Dank! Ich wünsche dir ein gesundes und gesegnetes Jahr!
    Liebe Grüße, Franziska

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    • Liebe Franziska.
      Das freut mich sehr, dass das Päckchen angekommen ist, aber noch mehr, dass du bere(ä)uchert worden bist. Manchmal traut man sich nicht oder man macht es nicht, weil man es nicht kennt und mit einem Schubs lernt man dann so etwas Neues kennen und schätzen. Mir ist das auch schon so oft passiert 🙂
      Dir auch ein gesundes, gesegnetes inspiriertes Jahr!
      Lieben Gruß… Alexia

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