Garten-Schönheiten und bittere Erkenntnis.

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Mir gefallen meine pflanzlichen Lebensbegleiter im Garten. Viele habe ich mir selber ausgesucht und angepflanzt, genauso viele wachsen einfach so bei mir im Garten, wie die vielen (Un)Kräuter. Es heißt ja auch: es wachsen nur die (Un)Kräuter, die man auch wirklich braucht und dann ziehen sie wieder weiter zu jenen, die ihre Kräfte noch mehr brauchen. Jede Pflanze ist auf ihre Weise schön (so wie es auch die Menschen sind). Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Mein Quittenbäumchen, welches ich dieses Jahr gepflanzt habe mit einigen Blüten darauf, gehört zu den wahren Schönheiten. Die zartrosafarbenen Blüten im Frühjahr… und die Früchte mit ihrem feinen Flaum… ach ja…. ich hoffe, dass dieses schöne Pflanzenwesen die Winter bei mir im Garten überlebt und mir viele viele Jahre Freude bereitet. Ich liebe ja seit meiner Kindheit den Geschmack der Quitte, sei es als Kompott, als Mus oder Saft. Und der Duft so einer Quittenfrucht ist unvergleichlich. Und meine 2 ersten Vöraner Quittenfrüchte werde ich bald ernten und daraus etwas ganz Besonderes zaubern 🙂

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Die Artischocke ist auch so eine Schönheit, die aber dafür ganz schön widerspenstig sein kann, mit ihren spitzen Blatt- und Hüllblütenblätter-enden….  da muss man ganz schon aufpassen, dass man keine Kratzer abkriegt….  Die Blätter dieser Madam hier, haben die Schnecken und Läuse ganz schön zugesetzt, dafür hat sie eine einzige riesige und wunderschöne große Blütenknospe entwickelt, die ich nicht geerntet habe, damit ich diese Blüte erleben und anhimmeln kann, ist das nicht eine wunderschöne Farbe… dieses lila… ach ja …. und die anderen 2 Artischockenwesen dagegen, hatten zwar vor den tierischen Mitbewohnern ihre Ruhe, anstatt jedoch Knospen zu entwickeln, haben sie ihre ganze Kraft in große silbergraue Blattrosetten hinein gesteckt – sehr elegant muss ich sagen….. Ach ja, das sind schon Diva’s (oder sagt man besser Diven… schaut schiach aus, so geschrieben).

Ich hoffe, dass diese Berg-Artischocken den Vöraner Winter überleben. Vor 4-5 Jahren hatte ich eine normale Artischocke, die hatte sehr viele Knospen und wurde fast 2 Meter hoch…. aber den Winter hat sie leider nicht gepackt…

Bittere Erkenntnis:

Wie ich gestern nun erfahren habe, kann ich die  Samen der blühenden Artischocke nicht verwenden, da es wohl Hybriden sind und daher diese Sorte nicht samenresistent, also nicht weiter vemehrbar ist… das hätte ich nicht gedacht, denn die Pflanzen waren als „bio“ etikettiert. Aber na ja, auch im Bio-Bereich sind Hybride zugelassen. Nur gentechnik-produzierte Pflanzen sind nicht erlaubt.

Und ich habe nun ganz fest vorgenommen in Zukunft noch mehr nachzufragen, wenn ich Pflanzen und Samen kaufe, ob sie Hybriden sind oder samenfest, denn ich möchte die Pflanzen selber weiter vermehren.

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2 Gedanken zu “Garten-Schönheiten und bittere Erkenntnis.

  1. Hallo Alexia, wieder so ein schöner Beitrag :-). Ich fange gerade an ein brach liegendes Gartengrundstück in einen Wildpflanzengarten zu verwandeln. Die Berg-Artischocke würde mir darin sehr gut gefallen, auch wenn sie ja wohle eigentlich keine Wildpflanze ist, aber egal. Können Sie mir sagen, woher ich die bekommen kann? Herzl, Grüße. Susanne Hansch

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    • Hallo Susanne,
      oh vielen Dank, das freut mich, dass dir meine Beiträge so gut gefallen :-). Da hast du ja viel vor mit deinem Wildpfanzengarten. Das Gute daran: danach hast du ein bisschen weniger Arbeit, als mit einem Zahm-Pflanzen-Garten.
      Die Artischocken kannst du als Saatgut kaufen, da musst du mal ein wenig googeln, vielleicht bei Dreschflegel oder http://www.kraeutergarten-storch.de/Bio-Saatgut/Artischocke-856.html.. Auf alle Fälle sollte es Bio-Qualität sein. Bezüglich Jungpflanzen solltest du demnächst bei deinem Biogärtner des Vertrauens nachfragen, vielleicht nimmt er sie dann für nächstes Jahr ins Programm?
      Viel Spass beim Gartln… und liebe Grüße
      Alexia

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