Landkräuter-Buffet: Lust auf ein süsses Törtchen oder ein wildes Schneckerl?

Entschuldigt mich bitte für meine wenigen Worte in der vergangenen Woche. Ich hatte einiges um die Ohren. Unter anderem wurde ich am Montag  von 2 Journalistinnen interviewt  (dazu der Beitrag nächste Woche – versprochen). Im Büro das Wichtigste abarbeiten . Und dann hiess es für mich am Donnerstag und Freitag Vorbereitungen zu treffen, damit  ein besonderer Abend,  auch kulinarisch ein Höhepunkt wird. Am Donnerstag nachmittag hab ich ausserdem in der Volksschule von Burgstall der Wahlpflichtklasse „Kräuter“,  gezeigt wie ich meine Ringelblumensalbe herstelle. Lehrerin Irene, die ich bereits seit meiner frühen Jugend kenne hat mir um Mithilfe gebeten (Dazu ein Beitrag im April). Wie Du siehst: Ich hatte einfach keine Zeit und Kraft um hier in meinem kleinen Blog etwas zu schreiben:

Zum gestrigen Abend: Es  war der Tag der  Erstvorstellung des Buches „Südtiroler Kräuterbuch“ im Frauenmuseum in Meran. Sissi Prader hat mich beauftragt ein kleines Buffet für 40-50 Personen zu machen. Als Kräuterfrau und „Expertin für bunte Kräuterkuchen“ musste ich natürlich zeigen was ich drauf habe. Ich war ganz schön aufgeregt gestern. Seit halb6 Uhr wach und auf den Füssen um alles frisch zu backen und anzurühren und hoffen dass alles reibungslos in der Küche klappt (und später auch). Um 10nach8 ist dann Daniel mein Neffe und Kochschüler an der Savoy-Schule in Meran eingetroffen und gemeinsam ging es sehr flott zu. Ein paar Missgeschicke passierten natürlich auch (vor allem mir!)… zu schnell mit dem Zauberstab aus der Wildkräutercreme und huiiii… violette Spritzer flogen bis zum Holzherd. Das erst vor 3 Wochen frisch ge“Weisselte“ ist nun gesprenkelt. Die Farbe Orchidee-Pink ist eh die „In-Farbe“ des Frühlings. Ich bin also toootal IN… lach bzw. meine Küchenwand.

Den Zeitplan haben wir fast eingehalten. Und Mittagessen haben wir dazwischen auch genossen: ein feines Roastbeef vom Südtiroler Qualitätsrind. Geschlachtet im Schlachthof Zöggeler in Burgstall. Wo ich arbeite. Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von meinem Cousin und extra für den gestrigen Tag aufbewahrt, als Stärkung für Daniel und mich. Dazu gab es Löwenzahn natur, ein Tomätchen gefüllt mit Vogelmieren-Pesto (Köche müssen auch vorher kosten was sie später auftischen – sehrrrr wichtig!) und selbstgebackenes Dinkelbrot mit Brennnesselfrüchten:IMG_6637

Mit sooo was Feinem gestärkt starteten wir dann ins Finale. Törtchen und Windbeutelchen füllen. In Kartone und Tiegel transportfähig verpacken und im Auto verstauen  Meine Freundin J. hat meinen 4Beiner abgeholt (wofür ich ihr soo sehr dankbar war und bin). Umgezogen, uns vorzeigetauglich hergerichtet und gestartet. Fotoapparat vergessen, umgedreht, Kamera geholt und ab nach Meran gefahren. Mit dem Aufzug in den 3. Stock rauf, dann in den 2. Stock wieder runter gefahren bzw. ich gelaufen. Buffet aufgestellt und gewartet und gerastet bis es um 17.00 Uhr gestartet ist. Hey, der kleine Saal war voll, voll von interessierten Menschen aus nah und fern. Meine Aufregung stieg….. Nach den Reden von Sissi Prader, der Direktorin des Museums, Astrid Schönweger, der Autorin, Anita  vom Löwenzahnverlag, einigen Worten von Alice Hönigschmid, der Fotografin, mehr Worten von Hiltraud Erschbamer, der Landesbäuerin von Südtirol hat dann Irene Hager von Strobele, der Co-Autorin die Kräuterfrauen auf die Bühne geholt und zu allen ein paar Worte gesagt und ein Buch samt Bilder-CD überreicht.

Ich wurde als Letzte aufgerufen. Ich musste noch etwas zum Buffet erzählen….puh…. ich musste ein paar Tränen vor Rührung abwischen und dann wurde das Buffet eröffnet. Was soll ich noch mehr dazu sagen, ausser dass es allen geschmeckt hat. Mit den Augen gestaunt, an Deko gedacht und dann eines Besseren belehrt: alles essbar sogar die Schnecken auf den Stäbchen im Holzbalken 😉

Den Holzbalken habe ich vor 1 Woche von meiner Mama geschenkt bekommen und habe ihn gekürzt, geschliffen, gesäubert, gelöchert und mit Leinöl eingerieben. Herzallerliebst, gell!

Nach vielen netten Gesprächen mit den anderen Kräuterfrauen, den gekommenen Freunden, Schwester, Nichte, vielen Bekannten ging der Abend zur Neige. Müde haben wir alles eingepackt und heim gefahren. Zuhause angkommen habe ich alles ausgepackt, gespült, verräumt und bin dann eeendlich zum Federball gegangen…. wo ich ewig nicht einschlafen konnte.

Und heute morgen, ich habe nicht schlecht gestaunt, hat es hier in Vöran geschneit, schneegestürmt, alles Grün in Weiß verwandelt. Gevatter Winter will uns noch ein bissl tratzn. Mach du nur, du bist zwar noch stark, aber langsam geht auch deine Kraft zur Neige. Das hab ich mir gedacht und gelacht…. (trotz Kopfschmerzen).

Ich wünsche dir lieber Leser von nah oder fern einen ganz feinen Wochenbeginn… lass es dir gut gehen…. das wünscht dir heute Alexia

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2 Gedanken zu “Landkräuter-Buffet: Lust auf ein süsses Törtchen oder ein wildes Schneckerl?

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