Vogelmieren-Limetten-Sandkuchen

Es gibt noch Grün zwischen all dem Weiß hier. Im Blumenkasten vor meinem Küchenfenster. Ja. Ich habe vorsorglich im letzten Sommer Vogelmierensamen in einen Blumenkasten gesät. Und natürlich haben sich die Samen dort sofort wohlgefühlt und sind zu vielen Pflänzchen herangewachsen.  Mitten im kalten Winter blüht die gute Vogelmiere, bei uns auch Hiahnerdarm genannt.

Ich bin sehr froh über das fröhliche Dahinwachsen und Blühen im Blumenkasten. So ein Grün mitten im winterlichen Weiß tut aber nicht nur dem Auge gut: Immer wieder ernte ich mal mehr oder weniger Blättchen. Ich esse sie nur so zwischendurch, im Salat, trinke sie als „Gaumenschmeichler“ zusammen mit Apfel, Birne, Sellerie und und und.

Am vergangenen Samstag habe ich mal wieder die Vogelmieren-Ranken kurz gestutzt, damit die jungen Pflanzen darunter mehr Licht haben und nach wachsen. Und die abgeschnittenen Stängel samt Blätter habe ich dann in einen Sandkuchen gepackt, der zwar im Original mit Butter gebacken wird, von der ich aber zu wenig hatte, also habe ich umgedacht und Öl verwendet.

Vogelmieren-Limetten-Sandkuchen

250 g biologisches neutrales Pflanzenöl z.B. von der Sonnenblume (oder weiche Butter))

250 g Puderzucker

250 g Dinkelmehl 630

4 Eier

2 Eigelbe

4 EL Vogelmierensaft (Vogelmieren mit wenig Wasser mixen und abseihen)

1 TL Vanille-Essenz (selber gemacht)

1 TL Weinstein-Backpulver

geriebene Schale von 2 Limetten

1 Prise Salz

Für die Tränke:

Saft von 3 Limetten

2 EL Wasser

3 EL Zucker

Dinkelmehl und Backpulver 2 mal sieben. 1 normalgroße Kastenform, oder wie ich 2 kleinere Formen einölen und mehlieren. Backofen auf 180°C  Ober- Unterhitze vorheizen.

Öl und Puderzucker mindestens 15 Minuten sehr cremig rühren. Salz, Vanilleessenz, Vogelmierensaft hinzufügen und weiterrühren. Ei nacheinander aufschlagen und einzeln gut unter die Masse rühren. Das Mehl nun vorsichtig unterheben und in die Form (Förmchen) geben und im heißen Backofen 60 – 70 (bei kleineren Formen 40-50) Minuten backen. Nach 30 (20) Minuten die Oberfläche einschneiden, damit der Teig noch mal aufgehen kann.

Stäbchenprobe machen. Wenn keine Teigreiste mehr am Stäbchen haften bleiben ist er gar und aus dem Ofen nehmen. 5 Minuten in der Form ruhen lassen und auf ein Gitter vorsichtig stürzen.

Inzwischen für die Tränke, Limettensaft, Wasser und Zucker erhitzen bis der Zucker sich aufgelöst hat. Den heißen Kuchen mit der Tränke bepinseln und vollständig abkühlen lassen. Der Kuchen wird je nach Menge der Vogelmiere mehr oder weniger grün. Meiner wurde gelb-zartgrün. Was man auf dem Foto jedoch nicht erkennen kann.

Es zahlt sich aus die doppelte Menge zu backen. Denn der Kuchen lässt sich vorzüglich einfrieren.

Dazu passt perfekt ein milder schwarzer, grüner oder Kräutertee, aber wenn ihr mögt trinkt einfach nur Kaffetschkerl dazu.

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