Zwiebel-Lauch-Speck-Törtchen & Schokomousse ohne schi-schi

na bravo! Wenn ich an meine Schulzeit denke, an die Deutschstunden, da fallen mir immer die nicht so guten Noten ein, die ich für Aufsätze-Schreiben bei den Schularbeiten erhalten habe. In diesen 2 Stunden der Schularbeiten fiel mir selten was wirklich Tolles ein – immer so so – la la. Zuhause angekommen wären mir dann viele schöne Gedanken und Ideen in den Sinn gekommen, aber da war es dann zu spät. Damals – das sind schon Jahrzehnte her – Mensch – die Zeit vergeht, gab es noch keine Blogs, es gab auch noch kein Internet, keine Handies. Alles analog. Jetzt ist vieles anders. Und wow… ich hab glatt schon 100 Beiträge in diesem – meinem Blog verfasst – mit mehr oder weniger Text. Ich war vorgestern ganz erstaunt, als ich die 99 sah: 99 veröffentlichte Beiträge!

Was soll ich zum 100. schreiben? Am Besten nicht viel. Heute hab ich zur Feier dieses 100. Beitrages 2 Sachen zum Essen gemacht: gebacken und gerührt:

Zwiebel-Lauch-Speck-Törtchen & Schokomousse ohne schi-schi

Für die Törtchen habe ich verwendet:

Füllung: eine halbe Hand voll gewürfelter durchzogener Speck vom Bauch oder Schlegel in einer Pfanne anbraten lassen, damit das Fett ausgelassen wird (geht auch ohne Speck, dann Öl in der Pfanne erhitzen), 1 Zwiebel schälen und würfeln, 1 mittlere Lauchstange waschen und in Ringe schneiden. Beide Zwiebelgemüse zum Speck (oder erhitztem Öl)geben und glasig braten mit wenig Wasser ein paar Minuten dünsten.

Guss: 3/4 Becher Sauerrahm mit 2 Eiern, Salz, Pfeffer und Muskatnuss beides frisch gemahlen verrühren.

Teig: 1 Pkg. Ricotta (=250 g) (geht auch im Quark oder Topfen) mit 2 Eiern und 1 Prise Salz in einer Schüssel gut verrührt. Soviel Dinkelmehl (Vollkorn oder weniger-Vollkorn) hinzufügen und verrühren bis halbwegs ein Teig entstanden ist. Das ganze auf die mehlierte Arbeitsfläche geben und mit den Händen mit weiterem Mehl verkneten bis ein nicht zu feuchter und auswalgbarer Teig entstanden ist. Ich habe 6 Mini-Tarte-Förmchen (Boden entnehmbar) ausgefettet. Den Teig portionsweise ausgewalgt und jeweils auf eine Form gestülpt. Vorsichtig den Teig nach unten drücken, damit keine Luftblasen zwischen Teig und Förmchen  mehr sind, dabei nicht zu fest andrücken – sanft und zärtlich. Dann den Teig mit den Fingern an den Rändern abziehen – geht ganz leicht.

Die Förmchen auf einBackgitter geben und sowie die Füllung und den Guss auf alle verteilen. Mit ein paar Almkäsewürfel und ein  Kirschtomatenviertel   (jetzt im Winter schmecken die sizilianischen, die es hier beim Gemüsehändler gibt)  garnieren und ab in das auf 180°C Ober-& Unterhitze vorgeheizten Backrohr geben und so lange backen lassen bis der Teig aussen sich von den Förmchen löst und Farbe annimmt (bei mir waren es ungefähr 20 Minuten). Wunderbar passt dazu ein Salattellerchen mit Radicchio, Zuckerhut(von Mama) und Feldsalat (aus Lana – da meiner zugeschneit ist). Und am nächsten Tag isst sich so ein kaltes Törtchen wunderbar zu Mittag im Büro oder bei anderer Arbeit….

Übrigens: mit dem übrig gebliebenen Teig kann man alle Mögliche machen: Pizza, Teigtaschen, Pizzastrudel, Knabbergebäck….

Und als Draufgabe zum 100. Beitrag noch ein Schokomousse:

für 4 Portionen:

200 g Schokolade 70 % (bio und fair bittaschööön) in Stücke brechen und mit 1/2 Tässchen Wasser oder Milch und 1 Stamperl Rum oder Contreau im Wasserbad auflösen. Dabei fleissig umrühren und nicht zu heiß werden lassen das Ganze. Nun 4 Eier trennen. Die Eiweiße mit 1 Prise Salz zu Schnee schlagen. Die Eigelbe kräftig mit einem Schneebesen unter die leicht abgekühlte Schokolademasse rühren. Eischnee vorsichtig unterheben und vorsichtit vermengen bis ein schönes Mousse entstanden ist. In schöne Schälchen füllen und ab in den Kühlschrank danmit für mindestens 2-5 Stunden (ich habe es am Vorabend gemacht und das Mousse musste 1 Tag lang warten bis es genüsslich dorthin wanderte, wo auch das Törtchen vorher hingekommen ist).

Wie ihr seht hab ich es noch garniert, mit ein wenig Sauerrahm, welches vom Guss übrig geblieben ist. Ohne Zucker, dafür mit ein paar Kokos-Chips, auch ohne Zucker.

Ein sehr herbes, gesundes Schokoladenmousse….. ein bittersüsses Träumchen.

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