Beischl vom Jungrind oder auch Ragout von Jungrind-Innereien

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Lang hab ich dieses Gericht nicht mehr gegessen. Meine Mama hat das früher, als wir Kinder noch alle zuhause gewohnt haben, immer mal wieder auf den Tisch gebracht. Wir haben es alle (besonders mein Tata) gerne gegessen. Es war und ist einfache – ehrliche Kost. Und es werden Innereien hier bei uns auch Beischl oder Ingreisch genannt, verwertet, ja! Wieso auch nicht… bzw. gerade weil es nicht immer ein Steak sein muss.

Das Rezept hab ich von meiner Mama:

Beischl vom Jungrind  (oder Kalb)  oder auch: Ragout von Jungrind-Innereien

für 4 -6 Personen:

je 400 g frischeste Lunge und Herz vom Jungrind oder Kalb faschiert

3/4  l  Wasser

1 große Zwiebel in Würfel geschnitten

2-3 EL Öl oder Butterschmalz

2-3 Knoblauchzehen

2 TL Kapern

2 Gewürzgurken in Würfel geschnitten

2-3 Sardellenfilets

Salz und Pfeffer (frisch gemahlen)

Zwiebelwürfel in Öl glasig dünsten, das Faschierte hinzugeben und rundum anbraten, dabei gelegentlich umrühren. Mit soviel  Wasser aufgießen bis alles knapp bedeckt ist und circa 30 Minuten weich dünsten lassen. Evtl. noch Flüssigkeit nachgießen, wenn zuviel verdampft ist (wie beim Ragout bekannt auch als Sauce Bolognese).

Salzen, pfeffern, Gewürzgurkenwürfel, Sardellenfilets und  Kapern dazugeben und weitere 15 Minuten mit weniger Hitze leicht köcheln lassen, damit die Aromen sich mit dem Fleisch verbinden. Vor dem Servieren noch mal abschmecken.

Man könnte alles mit Mehlschwitze binden, es ginge auch mit saurer Sahne. Muss aber nicht sein. Ich mag nicht so gerne Mehlschwitzen, obwohl es so schön altmodisch ist… bald sicher wieder ganz modern…

Dazu gibt es kurze Pasta (Nudeln) wie z.b. Ditalini, Mezze Penne rigate oder Pipette rigate. Heute gab es dazu grüne „Gemüse“penne von Barilla.

Ein einfaches Wintergericht, das wärmt.

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