Wirsingrouladen mit letzten (?) wilden Kräutern

Jetzt ist nicht nur Quittenzeit, nein, auch für den welligen Kohl namens Wirsing hat jetzt die Zeit geschlagen um unseren Bedarf an wichtigen Vitaminen zu stillen. 100 g des rohen Kohlgewächses decken unseren täglichen Vitamin-C-Bedarf!

Die dunklen äußeren Blätter sind zwar etwas grober in der Konsistenz und im Geschmack, als die hellgrünen inneren, aber mehr Grün bedeutet auch mehr Chlorophyll. Da heißt es zuschlagen!

Fein geschnitten und mit einem klassischem Öl-Essig-Dressing als Salat zu einem guten Knödel (Speckknödel, Pressknödel, Kasknödel) serviert, mit (oder ohne) Bauchspeck gedünstet oder wie ich es gestern wieder mal gemacht habe: in gerollter Form.

Um die groben Wirsingblätter überhaupt zu Rollen verarbeiten zu können, werden die Mittelrippen herausgeschnitten (die kann man dann dünsten) und in Salzwasser blanchiert.

Für die Fülle hab ich mich dieses Mal für folgende Zutaten entschieden:

400 g Jungrindfaschiertes

1 rote Zwiebel aus Tropea

5 Knoblauchzehen confiert

1 Handvoll Brennnesselspitzen

4 EL Brennnesselsamen

1 Ei

noch ein paar zahme und wilde Kräuter: Thymian & Rosmarinnadeln, Majoran, Schafgarbenblätter, Kerbel, Olivenkraut

1 EL Senf

Salz und Pfeffer

Die Zwiebel hab ich gewürfelt und in wenig Olivenöl glasig gedünstet. Brennnesseln, Knoblauch  und Kräuter klein gehackt. Alle Zutaten gut vermengt und portionsweise zu Nocken formen und dann in die blanchierten Wirsingblätter geben. Zu Päckchen rollen und in wenig Öl von allen Seiten anbraten. Mit Rotwein und Wasser aufgießen, nochmals wenig nach salzen und pfeffern und so ca. 10 Minuten im Topf dünsten. Dazu passt: gedünstetes Wirsingkraut mit Speck. Das wärmt eine vom Herbstwind fast verwehte Seele….

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