Sonntagsfeines Essen

Unter der Woche habe nicht nur ich es eiliger etwas gutes zu kochen. Es soll gesund sein, gut schmecken und das alles in einem bestimmten Zeitrahmen passieren. Kurzum: so schnell wie möglich was Gutes zaubern.

Sonntags ist das dann wieder anders. Vorausgesetzt man beschließt nicht auswärts essen zu gehen und zuhause sich an den Herd zu stellen.

Ich mach letzteres lieber und wirklich gerne! Es braucht dann nur noch ein paar feine Zutaten. Es geht auch ohne Fleisch…

Gestern habe ich 3 schöne kleine Steinpilze mit M. gefunden.

Gemüse habe ich erst frisch eingekauft. Im Garten ist leider bei mir nur mehr Wirsing, Brokkoli, Weisskohl , Pastinaken die alle noch ein wenig im Garten weiter wachsen dürfen.

Und Äpfel, die Goldenen Deliziösen habe ich selbst gepflückt, vorletzte Woche.

Als Vorspeise gab es: Grün-weißes Gemüsesüppchen mit gerösteten Kürbiskernen

Als Hauptspeise:  Vollkornteigtaschen mit Steinpilzen und Ziegenfrischkäse

Als süssen Abschluß: Vanilliertes Apfelmus geschichtet mit Quark-Jogurt

Wow!!! So viel Aufwand? Ja!!!

Ich hab alles aus dem eff-eff gemacht ohne eigentliches Rezept.

Zur Suppe:

Zwiebeln gewürfelt und in wenig Öl sautiert, Selleriestangen, Sellerie knolle, Fenchelknolle samt Grün, Kohlrabi geputzt und auch klein geschnitten und mit Petersilienstängel und  den Zwiebeln weiter leicht angeröstet. Mit Wasser aufgegossen und alles weich gekocht. Gesalzen und mit Algensalat aufgepeppt…

Zu den Teigtaschen:

250 g Ricotta mit 150 g. Vollkornmehl (Einkorn und Dinkel gemischt), 1 – 2 EL Vollkorndinkelgries, 1 Ei, Salz vermischt und zu einem Teig geknetet. Kurz rasten gelassen.

Inzwischen 1/2 Zwiebel fein gewürfelt in wenig Öl glasig gedünstet, Steinpilze geputzt und auch fein gewürfelt (ausser 1 kleinem) zu den Zwiebeln gegeben und leicht anrösten lassen, damit der Geschmack heraus gekitzelt wird. Vom Herd genommen, gesalzen, gepfeffert, gehackte Petersilie dazu und Frischkäse (so an die 75 g). Alles locker vermischt.

Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausgerollt. Rund ausgestochen und mit je 3/4 TL Fülle belegt, zur Mitte genommen und wie Schlutzkrapfen den Teigrand zusammengepitscht (gedrückt). Evtl. den ungleichen Rand noch mit dem Ausstecher ausgestochen. So weiter verfahren bis der Teig fertig ist.

Wasser kochen und salzen. Inzwischen den kleinen Steinpilz putzen und in Scheiben schneiden in sehr wenig Öl auf beiden Seiten anbraten.

Die Teigtaschen in das kochende Wasser geben und wenn sie nach oben steigen noch ein wenig drinnen gar ziehen lassen. Herausheben. Und auf den Tellern schön anrichten. Wie ihr bei mir seht mit den  Steinpilzscheiben, halbierten an der Hauswand sonnengereiften Zwergtomätchen, gerösteten Kürbiskernen, ein paar Tropfen wertvollstem Leinöl, wenig Parmesan und Petersilie.

Zur Nachspeise:

Äpfel mit Vanillemark samt der Schote kochen (am Tag davor) , Schote entfernen und pürieren oder durch die Flotte Lotte drehen. Magerquark mit Jogurt (oder/und Sahne – hatte ich keine zuhause) und Agavensirup (oder Zucker, oder Honig…) leicht süssen und verrühren und in Gläsern schichten. Als kleine süsse Krönung (Topping) dünne Scheibchen vom gestern gebackenen Apfelkuchen darauflegen.

Und nach der ganzen vielen entspannenden Arbeit dieses feine Sonntagsessen geniessen – um nicht zu sagen zelebrieren und alle Geschmäcker herausschmecken. Ich sag Euch: es war köstlichst….

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