Herbst-Sammelzeit

Ja, die Sommer-Sammelzeit ist endgültig vorbei. Und das seit mehr als 2 Wochen. Der Frauen-Dreissiger endet ja immer am 15. September.

Aber jetzt sammelt frau und man anderes als Blüten oder Kräuter. Obwohl es auch hier noch Ausnahmen gibt. Den Giersch oder die Vogelmiere oder Blättchen von der Schafgarbe oder Brennnessel oder Löwenzahn geht immer noch. Der Geschmack ist von manchen herber, bitterer.

Was jetzt aber erst richtig losgeht ist das Sammeln der wilden Früchte: Hagebutten, Holler (in höheren Lagen), Holzäpfel, Eicheln, Kornelkirschen, Weißdornbeeren, Schlehen, Vogelbeeren, Eschenfrüchte, Bucheckern, Haselnüsse, Berberitzen und so Brombeerchen vom Waldesrand schmecken jetzt besonders süss.

Die meisten kann man zu besonderen kulinarischen Besonderheiten verwerten. Es ist ein bissl mehr Arbeit. Kornelkirschen entkernen? Langwierig! Aber die Farbe und der Geschmack: einzigartig. Oder kostet mal geröstete Bucheckern. mjamm!

An Eichelkaffee hab ich mich vor 2 Jahren versucht, als bei uns massenweise Eicheln von den Bäumen fielen. Es war ein sogenanntes Mastjahr, was alle paar Jahre nur zutrifft. Es war interessant und auch langwierig die Eicheln zu schälen, entbittern, rösten, mahlen und dann zu Kaffee zu brauen. Aber geschmeckt hat er mir persönlich nicht so sehr. Er war mir zu lasch (mir schmeckt der Kaffee besser). Aber ich werde weiter experimentieren. Mit Löwenzahnwurzel zu mischen usw.

Und was ist mit den Eschenfrüchten?  Schön schauen sie aus: jetzt dunkel wie Nussholz…. und dann Hollerholz (besser gesagt das Mark). Oder Kranewitbeeren. Diese und noch viel mehr kann man zu besonderen heimischen Räucherwaren verwenden.

Am Samstag halte ich darüber einen Vortrag und im Ende November noch mal. Ich freue mich schon sehr darauf! Bin aber auch ein bissl aufgeregt – das ist gut so!

Und Fotos folgen… versprochen

 

 

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