Waldhimbeere vergeistigt

Jetzt sind sie reif, die roten Beeren im Wald bzw. am Waldesrand und in den Lichtungen. Dieses Jahr sind die Sträucher voll – da heißt es schnell ernten, denn durch die Hitze vertrocknen sie schnell.

Am liebsten vergeistige ich die Waldhimbeeren, oder mache daraus einen Sirup,  da sie so ein gutes Aroma besitzen. Für einen Sirup fehlt mir dann doch die Zeit und auch Lust durch das wilde Gestrüpp zu gehen um so eine große Menge zu sammeln – ausserdem trinke ich meistens nur Wasser und im Keller hab ich noch genügend Sirup für meine großen und kleinen Gäste. Aber so ein geistiges flüssiges Pappele (eine Leckerei) zu machen ist eine schnelle Sache und ein perfektes Geschenk bzw. Mitbringsel.


IMG_5928Likör von der Waldhimbeere

Himbeeren vom Wald

Glasflasche(n) mit weitem Hals

Kristallzucker

max. 40 ° Alkohol (Tresterschnaps, Korn, Wodka…) ich hab dieses Mal einen 38° Tequila verwendet….

Himbeeren bis zur Hälfte der Flasche(n) einfüllen, Haushaltszucker einfüllen (je nach Größe der Flasche 1-5 EL) Zucker rieselt schön zwischen die Beerchen hindurch. Flasche mit Schraubverschluß verschließen und alles verschütteln.

In der Küche stehen lassen. Am nächsten Tag jeweils 2-3 mal alles verschütteln. Die Himbeeren ziehen Saft. Den  Tag darauf, also am 3. Tag den Alkohol über die Himbeer-Zucker-Mischung gießen bis die Flasche voll ist. An einem schattigen warmen Plätzchen in der Küche stehen lassen und anfangs täglich, dann wöchentlich verschütteln. (insgesamt 2 Wochen lang). Jetzt das ganze ruhen lassen bis kurz vor Weihnachten. Abseihen und in schöne Fläschchen abfüllen – nicht ohne vorher zu kosten ob er gut geworden ist – der Likör und es kommt dann die Erinnerung hoch: Hitze im Hochsommer –  Waldlichtung –  wohltuender Schatten – süsse Waldfrüchte.

In manchen deutschsprachigen Landstrichen wird so ein Likör „Aufgsetzter“ genannt.

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