rot weiß schwarz – Johannabeeren

Die Erdbeeren haben fast fertig gefruchtet – die nächsten Blüten zeigen sich schon, denn die Meraldo trägt öfters – und auch gute Miese S. meint es gut mit der Gärtnerin. Mein Vorrat im TK ist aufgefüllt – jetzt kommt alles in die Mäulchen (meins oder von lieben Besuchern).

Die nächsten süssen Früchten sind auch schon reif geworden: die Ribisl – Johannesbeeren, Johannisbeeren und wie sie noch genannt werden – von mir ab heute Johannabeeren genannt. Ich habe in meinem kleinen bunten Gärtchen 4 verschiedene Sorten:

1 frühe rote, 1 weiße, 1 schwarze und 1 späte rote. Die frühen roten und die weißen habe ich vorgestern von den Sträuchern vorsichtig geerntet, damit die Fruchtansätze für nächstes Jahr nicht zerstört werden.

Johannabeeren-Gelee rot-weiß-schwarz

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Von den schwarzen vom letzen Jahr waren noch welche tiefgefroren und die habe ich nun mit den roten und den geernteten weißen Beeren (von den Stängeln befreit) in einen Topf gemischt, angezuckert und über Nacht Saft ziehen lassen. Am nächsten Tag habe ich dann alles erhitzt, in ein Mulltuch gegeben und  über einen großen Topf abtropfen lassen – nicht ausgedrückt!

Den Saft habe ich im Topf erhitzt und noch Zucker zugefügt (ich habe nicht abgemessen, sondern über haps (nach Gefühl) – das mache ich seit dem Tag mit Michael Machatscheck immer öfter), da das Gelee noch mehr Sirup war. Alles langsam aufkochen lassen, Gelierprobe gemacht (1 TL auf einen kalten Teller geben und schauen ob sich ein Häutchen bildet – das ganze also geliert), sobald ich dann mit dem Gelee zufrieden war in ausgekochte Gläser gefüllt, zugedeckelt, 2 Minuten auf den Kopf gestellt und dann über Nacht abkühlen lassen.

Heute morgen habe ich noch die Etiketten gemalt und auf die Gläser geklebt – ich finde schöne Etiketten gehören einfach dazu – da freut man sich im Winter umso mehr so ein Luxusglas aufzumachen und sich an die im Glas eingefangenen Sonnenstrahlen im Sommer zu erinnern.

So ein selbstgemachter süsser FruchtAufstrich (bei uns immer noch Marmelade  genannt, auch wenn manchmal nur Zitronensaft und Schale, sonst aber keine Zitrusfrucht drinnen ist) oder ein Gelee ist nicht billig – von der Zeit angefangen bis zu den Rohstoffen. Aber es ist das drinnen, was man möchte, kein Beistrich mehr. Und das ist mir und vielen anderen wichtiger als 5 Kreuzer mehr im Sack zu haben.

Die billigen Aufstriche, Konfitüren usw. sind oft deshalb billig, weil die Rohstoffe von weiß Gott woher kommen: gefrorene Himbeeren aus Kasachstan, Fruchtkonzentrate aus Zentralindien – Geschmack aus Holzien (auf Holz gezüchtete Geschmäcker), Zitronensäure, Verdickungsmittel, Speisestärken aus Industrien, verschiedene Zuckerarten, vielleicht noch Saccharin oder Steviosid aus China. Na na – da verzichte ich gerne darauf. So 2 TL selbergemachter süsser Luxus-Aufstrich darf schon drauf sein auf dem Brot mit echtem Zucker und Kalorien.

Tja und was hab ich mit dem Rest der Beeren gemacht, mit dem dicken Teil, der noch viel von der Säure und vom Saft drinnen hatte? Mehr dazu später….

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