Melanzane-Kräuter-Taschen

Was mache ich bloß mit Melanzane – das ist so ein Gemüse, mit dem ich bis zum letzen Jahr überhaupt wenig anzufangen wußte. Roh nicht essbar. Nichts desto trotz probiere ich es jeden Sommer wieder mit neuen Rezepten.  Gemüse-Lasagne, aber da müssen ja die Melanzanescheiben in Öl angebraten werden: was für eine Menge Öl da gebraucht wird. Oder panierte Melanzane – wieder so viel Öl. Oder gegrillt. Oder gefüllt – aber diese werde  so latschet – so  weich, das mag ich auch nicht so gerne. Bin ich heikel, gell?! Dieses Jahr hab ich jetzt schon ein paar mal was ganz anderes gemacht: Auberginen-Ragout und das habe ich dann zu Nudeln gegessen oder als Füllung verwendet z.B. für einen Strudel. Oder wie gestern abend:

Melanzane-Kräuter-Taschen

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Ein sommerliches Gemüse verpackt in einem leichten Teig – perfekt für ein Picknick oder als Büro-Mitnehm-Essen.  Praktisch – dreieckig & mmmmh.

Für die Füllung: 1 Melanzane (Aubergine, Eierfrucht)

1,5 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

Olivenöl

Salz, Pfeffer

Rosmarin, Thymian, Dost

Tomatenmark

Ziegenkäse und Mozzarella

Brennnesselfrüchte

Sonnenblumenkerne

Für den Teig:

250 g Quark (oder Ricotta)

(200-250 g) Dinkelmehl

2 Eier

10 g Butter (kann auch weggelassen werden)

Salz

Ei+Sahne zum Bestreichen

Zuerst bereite ich die Füllung vor, denn sie sollte abgekühlt sein bevor sie in den Teig darf:
Ich schneide die Zwiebeln, Knoblauch und Melanzane in kleine Würfel und dünste alles zusammen in wenig Olivenöl an. Hin und wieder umrühren, dass alles gleichmässig gar wird. Thymian und Rosmarin fein hacken und untermischen. Wenig Tomatenmark dazugeben und wiederum leicht anrösten lassen (tomatisieren) – das gibt guten Geschmack ab. Salzen und Pfeffern und abkühlen lassen. Sobald alles kühl ist gehackten Dost, Brennnesselfrüchte, Sonnenblumenkerne und den in Würfel geschnittenen Käse unterheben. Evtl. noch wenig Olivenöl und Salz dazugeben  (abschmecken).

Quark und Eier verrühren und salzen, Butter würfeln dazugeben und mit soviel Mehl verkneten bis ein glatter Teig ist. Ich wiege das nie ab – mal braucht man mehr – mal weniger Mehl.

Dann den Teig kurz ruhen lassen. Auswalgen und wie beim Blätterteig Touren machen, nur dass kein Butterziegel dazukommt. Also zu einem Rechteck auswalgen, das eine Ende in die Mitte falten, das andere Ende darüber falten und walgen. Und diesen Vorgang 3 mal wiederholen. Zwischendurch ein bisschen Mehl darüber und darunter sieben, damit nichts anklebt.

Übrigens habe ich den neuen Nudelwalger von Eduard vom Weitental dafür getestet: fein zum arbeiten muss ich sagen.

Sobald der Teig fertig gefaltet, gewalgt wurde ca. 3 mm dünn auswalgen und in Quadrate schneiden. Evtl. wenig Tomatenmark in der Mitte aufstreichen und einen guten Esslöffel Fülle geben. Die Quadrate zu Ecken falten und die Teigränder gut zusammenpitschen (drücken). Mit dem Teigrad abradeln und auf das Blech geben.

Backofen vorheizen auf Ober-Unterhitze auf 195 °C. Die Taschen mit Ei-Sahne-Gemisch einstreichen und ab in den Ofen und so lange backen bis sie hellbraun fertig gebacken sind. Bei mir hat das 20 Minuten gedauert.

Schmecken warm – aber auch kalt (fast noch besser). Ideal für einen warmen Sommertag. Dazu einen Blattsalat mit Radieschen.

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Auberginenblüte

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zum Reinbeißen gut

Übrigens: So eine Teigtasche schmeckt auch noch am nächsten Tag, weil der Teig nicht so latschet (lädschat, gatschig, weich) wird wie Blätterteig.

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