Wildgrüne Niggilan

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Die Farbe ist wunderbar pistazienfarben – herrlich anzuschauen, jeder wundert sich ob das essbar ist, beißt skeptisch hinein und:…. oh – das schmeckt ja gut!? Und wie kriegt man diese Farbe hin und und und…

Auf vielfachen Wunsch der Zuschauer und Besucher des Unkräutermarktls in Schenna am 17. April hier nun das Rezept zu den gezeigten Niggilan – die wie die warmen Semmeln weggingen. Sie haben den Menschen wohl geschmeckt, was mich sehr gefreut hat.

Zutaten:

500 g Mehl (Dinkelmehl 625) + Mehl für die Weiterverarbeitung, 2 Hände mildes UnKraut wie z.B. Vogelmiere, Frauenmantel, Taubnessel, ein paar Blättchen von den würzigeren wie z.B. Brennnessel und Gundermann, 250 g – 300 g Milch oder Wasser, 40 g Butter oder Alsan (milchfreie Alternative), 2 Eier, 2 TL Vanilleextrakt (selber gemacht oder gekauft) oder Mark 1 Vanilleschote, 10 g Salz fein, 5 g frischer Germ (Hefe). Puderzucker.

Zubereitung:

Ich bereite den Teig für die Niggilan, so wie jeden Hefeteig am Abend vorher zu und lasse ihn die Nacht über im Kühlschrank gehen, so benötige ich nur so wenig Hefe. Der Teig geht wunderbar auf und schmeckt nicht so hefelastig. Zeit – das ist das Geheimnis! Für Vieles nicht nur für Germteig.

Die wilden Kräuter mit 250 g Wasser oder Milch mixen, durch ein Sieb streichen.

Mehl in eine Schüssel geben, Hefe mit dem Mehl verreiben, genauso mit der Butter (Alsan) verfahren, Salz an den Schüsselrand geben, Vanilleextrakt, Eier und die grüne Flüssigkeit dazugeben. Mit dem Kochlöffel gut verrühren und abschlagen bis der Teig Blasen schlägt. Die Schüssel mit dem Deckel schließen und am Besten im Kühlschrank über Nacht gehen lassen.

Am nächsten Morgen den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und gut durchkneten. 2 Stränge rollen und mit der Teigkarte die Niggilan portionieren. Diese Teiglinge auf ein leicht bemehltes Brett geben und 10 Minuten mit einem sauberen Tuch abdecken.

Inzwischen ein gutes Frittieröl z.B. von der Sonnenblume high oleic (hoch erhitzbar) von Rapunzel in einem Topf, Wok (oder Fritöse) erhitzen. Mit einem Holzstab die Hitze testen, wenn kleine Bläschen an die Oberfläche steigen ist es heiß genug.

Die Teiglinge vorsichtig ins heiße Öl geben und auf jeder Seite hellbraun backen bis sie durchgebacken sind. Evtl. 1 Niggile mit der Schöpfkelle herausfischen und auseinanderbrechen um zu schauen ob sie auch innen schon durchgebacken sind. Falls ja, alle herausfischen und auf Papier gut abtropfen lassen.

Mit Puderzucker genießen.

Oder ganz traditionell auf eine etwas tiefere Servierplatte geben mit Nussbutter abschmelzen und mit heißem Glühwein, Apfelglühmix, Zuckerwasser (mit Zitrone und/oder Zimt aromatisiert) übergießen und sofort verspeisen.

Gutes Gelingen wünscht Euch Eure Alexia

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2 Gedanken zu “Wildgrüne Niggilan

  1. Hoi Christian.

    danke. Freit mi iaz wirklich. Und die Barbara kann ja die Niggilan bei Gelegenheit amol nachmachen. Hiahnerdarm und schunschtiges nützliches „Un“Kraut hab es ja genua in enkern Paradiesgarten

    Alexia

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  2. Hoi Alexia,

    super gmocht die Seit und de Niggelan schaugen guat aus!

    Christian

    P.S. Danke fürn Link, mir wern a uan vir di aitian!

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